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Siegerehrung Certamen Carolinum: Schülerinnen und Schüler leisten in alten Sprachen Großes

Siegerehrung Certamen Carolinum : Schülerinnen und Schüler leisten in alten Sprachen Großes

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer und Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen haben die Preisträger des Certamen Carolinum am Kaiser-Karls-Gymnasium gewürdigt.

Zum 37. Mal war das Kaiser-Karls-Gymnasium jetzt Ausrichter der Endrunde des Certamen Carolinum, des Landesschülerwettbewerbs Alte Sprachen NRW. Acht Schülerinnen und Schüler wurden für ihre herausragenden Leistungen in Latein und Griechisch von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer, Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und dem griechischen Generalkonsul Vassilis Koinis und weiteren Sponsoren in der Aula Carolina geehrt.

Ministerin Gebauer hob die Qualität der außergewöhnlichen Leistungen der jungen Leute hervor: „Die Auseinandersetzung mit dem geschriebenen antiken Wort ist äußerst anspruchsvoll. Sie bedarf der exakten Analyse komplexer Satzstrukturen, des Erfassens tiefgründiger Gedankengänge und der kritischen und reflektierten Interpretation.“

Gebauer zeichnete Leonie Teßmer aus Essen für ihre Arbeit „Salvete und Shalom. Wenn Tacitus die Alte Synagoge Essen besucht hätte“ mit dem Preis des Landes NRW aus. Zudem überreichte sie Juliette Theißen aus Bocholt, mit 16 Jahren die jüngste Teilnehmerin des Wettbewerbs, einen Sonderpreis des Ministeriums: die Teilnahme am Internationalen Lateinwettbewerb „Certamen Ciceronianum Arpinas 2022“ in Italien.

Sibylle Keupen, die die jungen Leute bereits am Morgen im Krönungssaal des Aachener Rathauses empfangen hatte, verlieh Juliette Theißen zudem den Preis der Stadt Aachen. Mit Aufnahmen in die Studienstiftung des Deutschen Volkes prämierte Professor Max Kerner Emilia Kaminski aus Geilenkirchen, die sich mit den Tragödientheorien von Platon und Aristoteles beschäftigt hatte, und Jule Langen aus Leichlingen.

Jule Langen beeindruckte das Publikum in der Aula Carolina mit ihrem Vortrag „Frag nicht mich, frag dich – der sokratische Dialog am Beispiel von Charmides“ und erläuterte die Aktualität der sokratischen Maieutik (Hebammenkunst) speziell in der Verhaltenstherapie.

In seiner Laudatio erläuterte Prof. Kerner das Karlsmonogramm, betonte den Wert der Schrift und mahnte, dass die Gesellschaft die Bedeutung tradierter Werte nicht aus dem Blick verlieren dürfe. Der Generalkonsul der Hellenischen Republik in Düsseldorf, Vassilis Koinis, verlieh Clemens Jäger aus Geilenkirchen (“Platons Politeia mit der Rolle von Wahrheit in der Politik“) einen Reisepreis für zwei Personen nach Athen.

Weitere hochwertige Preise erhielten Victoria Marner aus Bocholt, Jannik Riemann aus Münster sowie Alexios Papachristopoulos aus Wuppertal für ihre Beiträge zum richtigen Umgang mit der Corona-Pandemie, Karl dem Großen sowie Sallusts Philosophie der Ruhmsucht und Ehrbarkeit. Schülerinnen des KKG-Orchesters mit ihren Streichinstrumenten unter Leitung von Anabel Haake gaben der Preisverleihungsfeier musikalisch einen festlichen Rahmen.

(red)