Aachen: Schüler von St. Leonhard bei „Europäischem Jugendparlament”

Aachen: Schüler von St. Leonhard bei „Europäischem Jugendparlament”

Die acht Jungs und Mädchen der Stufe 12 des Gymnasiums St. Leonhard diskutieren gerne, soviel ist sicher. Schon beim Gespräch, bei der die Teilnahme am nationalen Vorausscheid des „Europäischen Jugendparlaments” in Würzburg verkündet wird, kommt es zum Schlagabtausch zwischen Verfechtern gegensätzlicher politischer Meinungen.

Doch genau auf diese Sensibilisierung kommt es dem Dachverband „European Youth Parliament” EYP an, der seit 1990 europäischen Jugendlichen zwischen 16 und 22 Jahren die Möglichkeit gibt, in Parlamentssimulationen Spaß an Diskussionen über europäische Probleme zu entwickeln.

In der nationalen Auswahlsitzung vom 9. bis zum 13. Juni muss sich das Gymnasium mit elf weiteren deutschen Schulen im Bereich Teambuilding, Committee Work und General Assembly messen.

Zunächst werden die Delegationen der einzelnen Schulen getrennt und in Komitees eingeteilt. Hier lernen sie in verschiedenen Themenbereichen wie Gen-Food, Bio-Produkten und der Prävention des internationalen Drogenhandels parlamentarische Ausschussarbeit kennen.

Das Hauptaugenmerk der Jury liegt jedoch auf der parlamentarischen Vollversammlung, der General Assembly. Hier werden die Schüler eine von ihnen im Vorfeld verfasste Resolution vortragen und verteidigen - wohlgemerkt auf Englisch oder Französisch. Zweites wird den Schülern, die auf dem bilingualen Gymnasium seit der 5. Klasse Französisch lernen, nicht schwer fallen.

„Ein bisschen nervös bin ich schon”, sagt Andor Schmitz, der als Schülersprecher und Vorsitzender der Juso-Schüler schon einige Erfahrung mit öffentlichem Reden hat. Doch nicht nur er hat Grund, aufgeregt zu sein, denn alle Schüler müssen sich an den Diskussionen beteiligen, so hat es der Verein „Europäisches Jugendparlament in Deutschland” vorgesehen. „Das finde ich gut, so lernt man am besten”, sagt Dominik Bayer. „Außerdem geht es um hochaktuelle Themen wie Klimawandel, Umweltschutz und Lobbyismus, das geht uns alle an.”

In einem komplizierten Bewertungssystem werden nach fünf konversationsreichen Tagen zwei deutsche Schulen ausgewählt. Sie dürfen dann im Herbst 2010 im ukrainischen Lviv oder im Frühjahr 2011 in Athen an den internationalen Sitzungen teilnehmen.

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