Aachen: Schinkenkeule beim Turnier zu Gunsten des Doms versteigert

Aachen : Schinkenkeule beim Turnier zu Gunsten des Doms versteigert

„Schwein gehabt!“, wird sich Dompropst Helmut Poqué gesagt haben. Nicht nur, weil beim 22. Dieter-Schulte-Gedächtnisturnier zugunsten des Doms wieder gereizt und gezockt wurde. Vielmehr ist die Kreativität der Macher dieses jährlichen Events in Sachen Geldsammeln für das Münster so grenzenlos, dass es diesmal im Wortsinn auch ums Schwein ging — oder zumindest einen Teil davon.

Denn bei der Versteigerung nach dem Turnier, bei dem jedes Jahr in erster Linie handsignierte Fußballtrikots unter den Hammer kommen, gab es bei der 22. Turnierauflage tatsächlich eine luftgetrocknete Schinkenkeule nebst Schneidebrett zu ersteigern. Für sage und schreibe 160 Euro wechselte das Teil den Besitzer — der jetzt Dirk Courté heißt. Die enstprechende Summe konnte der Dompropst gleich verbuchen.

Zuvor waren wieder über 100 Teilnehmer angetreten, um Karten und Würfel für den guten Zweck im Bundeswehr-Offizierscasino Gut Neuhaus über die Tische fliegen zu lassen. Eine gute Figur machte dabei unter anderem „Debütant“ Brigadegeneral Michael Hochwart, seit Januar Kommandeur der Technischen Schule Landsysteme und Fachschule des Heeres für Technik und somit quasi Hausherr der Veranstaltung.

Für einen Podiumsplatz reichte es am Ende (noch) nicht. Auch nicht für Jochen Schulte, der das Turnier wieder mit viel Aufwand organisiert hatte. Insgesamt ist bei der wohltätigen Zockerei in Laufe der Jahre eine Summe weit jenseits der 100.000-Euro-Marke zusammengekommen. Auch diesmal klingelte die Kasse bereits im Vorfeld kräftig. Bis zum Turnierabend waren schon rund 5000 Euro eingegangen.

Bei den Skatspielern konnte am Ende des Abends Hans-Günther Brüll die Siegertrophäe mitnehmen, der 1863 Punkte (bei nur 48 Spielen) auf dem Zettel hatte. Zweiter wurde Dirk Rosemeyer (1837), dritter Gerhard Henneberger (1558). Beste Dame war Marie-Luise Korp (1470), letzter und damit „Lucky Looser“ Ex-Sparkassenchef Jochen Bräutigam (243). Beim Doppelkopf siegte Franz-Josef Edelbrock vor Bernd Carl und Barbara Mevissen. Beim Knobeln hatte Urbain des Smedt die Nase vor Peter Grunow und Heijo Meinel.

(stm)
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