Schau in der Digital Church Aachen: „Smart Industry – Schweden 4.0“

Im Vorfeld der Hannover Messe 2019 : Vernetzung ist das Zauberwort und Aachen ein Hotspot

Die Digitalisierung schreitet mit gigantischen Schritten voran: Diesen Eindruck bekamen zumindest die Gäste in der Digital Church an der Jülicher Straße.

Im Vorfeld der internationalen Hannover Messe 2019 stellt das diesjährige Partnerland Schweden hier seine wissenschaftlichen Innovationen vor.

Fliegende Rasenmäher, sprechende Kugellager und ein ferngesteuertes Goldbergwerk werden hier noch bis Donnerstag, 14. Februar, auf Stellwänden präsentiert. Die Industrie ist offensichtlich im Umbruch – wieder einmal, und die Generation 4.0 baut verstärkt auf Digitalisierung. Was da heute schon alles so geht, zeigt die Ausstellung. Bei der Eröffnung gaben schwedische Firmen wie Ericsson und die Softwarefirma Tacton Systems sowie ein Aachener Start-up Einblicke in ihre digitale Welt.

„Weltweit baut die Industrie neue Netzwerke auf, um die gigantischen Datenmengen auch in Zukunft bewältigen zu können“, führte Jan-Peter Meyer-Kahlen, Head ICT Development Center Ericsson Aachen, aus. Schon heute seien Roboter in der Lage, untereinander zu kommunizieren. Weltweit schließen sich derzeit Firmen zusammen, um gemeinsam an Problemlösungen zu arbeiten. Als Vertreter des Aachener Start-ups „S O NAH UG“ erzählte Thomas Grimm von dem Schwerpunkt seiner Firma. „Die Mobilität wird sich in Zukunft radikal verändern“, ist er überzeugt. Und er will genau diese neue Mobilität in Aachen mitgestalten, beispielsweise durch Systeme, die eine Kontrolle und entsprechende Steuerung des Verkehrs ermöglichen.

Als alter Hase weiß Jan-Peter Meyer-Kahlen von Ericsson, dass Vernetzung das Zauberwort ist, um bei der rasenden Entwicklung nicht unterzugehen. „Früher waren wir schon stolz, wenn wir Fünf-Jahres-Strategien entwickelt haben“, sagte er. Heute sei das Tempo der Entwicklungen so gigantisch, dass man mit den Planungen kaum noch nachkäme. „Aachen ist so etwas wie ein Hotspot“, stellten die Gäste einmütig fest. Und das digitalHUB in der entweihten Elisabeth-Kirche sei ein guter Anlaufpunkt für all jene, die Kontakte suchen. Denn gerade für Start-ups sei es nicht immer leicht, Unternehmen zu finden, die an den jeweiligen Entwicklungen interessiert sein könnten.

Internationalität ist wichtig

Dass sich Schweden nun schon vor der Hannover Messe, die als weltweit größte Industriemesse gilt, mit seiner Ausstellung in Aachen präsentiert, freut alle Beteiligten gleichermaßen. Zur Eröffnung kamen unter anderem Dr. Juliane Kronen, Honorarkonsulin Schwedens in Nordrhein-Westfalen, Dieter Begaß, Fachbereichsleiter Wirtschaft, Wissenschaft und Europa der Stadt und Dr. Oliver Grün, Vorstandsvorsitzender digitalHUB Aachen: Alle betonten einmütig, wie wichtig Internationalität ist, um die digitale Herausforderung meistern zu können. Und gerade Schweden sei eines der Länder, die in Sachen Digitalisierung mit gutem Beispiel vorangingen. „Die Schweden sind in besonderem Maße digitalisierungsaffin, betonte die Honorarkonsulin. Viele technische Errungenschaften aus anderen Ländern werden demnach zuerst in Schweden getestet, weil die Menschen hier gern bereit sind, Neues auszuprobieren.

Jetzt haben auch die Aachener Gelegenheit zu sehen, was Schweden zu bieten hat. „Und viele große Anbieter wie Spotify (Musik) oder Skype (Internet-Bildtelefonie) wurden in Stockholm entwickelt“, betonte Mayer-Kahlen. Die Ausstellung zeigt die Themen, die den Schweden heute wichtig sind: Und die reichen vom Verbandsmaterial der Zukunft bis hin zum Roboter als Kollegen.