Aachen: Schängchens Melodie widersteht keiner

Aachen: Schängchens Melodie widersteht keiner

Ein Bettler verwandelt sich in einen Zauberer, und die Musik einer Geige verzaubert ein ganzes Land.

Mit dem Stück „Die Wundergeige” hält wieder ein Märchen Einzug in die Aachener Stadtpuppenbühne. Mittendrin natürlich das Öcher Schängchen. Der beliebte Held verlässt den Kappesbur, bei dem er arbeitet. In der Ferne will Schängchen sein Glück finden.

Selbst seine Freundin Jretchen kann ihn nicht davon abhalten. Im Wald trifft Schängchen dann auf jenen Bettler, der sich als der mächtige Kupfergeist entpuppt. Das schimmernde Kostüm des Kupfergeistes wurde extra für „Die Wundergeige” angefertigt, wie Spielleiter Otto Trebels verrät.

Schängchen schenkt dem Bettler seine letzten drei Kupferschillinge. Als Gegenleistung erhält er vom Kupfergeist eine Geige und dazu die Gabe, wunderbar auf ihr zu spielen. Die Töne, die Schängchen dem Instrument entlockt, lassen die Zuhörer nicht nur fasziniert lauschen. Wenn Schängchen die Melodie „Hopp Marjännche” anstimmt, kann niemand mehr still stehen. Alle müssen tanzen, solange die Melodie erklingt. Auch der Rechtsanwalt Schladder, dem Schängchen begegnet, macht da keine Ausnahme. Als er Opfer eines Raubüberfalls wird, hält er Schängchen mit seiner Wundergeige für den Schuldigen. Die wahren Täter können so entkommen.

Schängchen ahnt derweil von alldem nichts und zieht als Geigenvirtuose „Schanganini” durch das Land. Am Hof des Herzogs verzaubert ebenfalls alle mit seiner Musik. Alles könnte sich für Schängchen nun zum Guten wenden. Doch leider ist der Öcher Held - selbst als Schanganini - nicht vertraut mit der Hofetikette. Weil er der Prinzessin zu nahe kommt, landet er schließlich vor Gericht. Auch Advokat Schladder sieht jetzt seine Chance gekommen, Rache an dem Musiker zu nehmen. Der Stadtrichter und die Gerichtsschreiberin Pfiffikus nehmen alles ganz genau zu Protokoll. Kann die Wundergeige Schängchen retten?

Es war einmal mehr ein liebevoll-fesselndes Märchen, dass die Stockpuppenexperten aus der Barockfabrik am Löhergraben aufführten, entsprechend gefeiert wurden Puppen und Puppenspieler bei der Premiere. Ob mit oder ohne Geigen, den Puppen können die Öcher offensichtlich nicht widerstehen.