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Aachen: Sanierung: Hochsaison für Bagger im Hangeweiher

Aachen : Sanierung: Hochsaison für Bagger im Hangeweiher

Am Beckenrand wird gebaggert auf Teufel komm raus. Während die Spezialisten der leichten Sommerflirts dem „Hanges“ längst den Rücken gekehrt haben, haben jetzt allerdings die schweren Baumaschinen Hochsaison in Aachens altehrwürdigem Freibad. 2,7 Millionen Euro investiert die Stadt in die zweite Etappe der umfänglichen Sanierungsarbeiten in Sachen Badespaß.

Und die Verantwortlichen zeigen sich höchst zuversichtlich, dass der Wettlauf mit der Zeit gelingen wird — allemal sportlich zwar, aber auch das passt ja bestens ins Bild, von wegen „Ertüchtigung“ im traditionsreichen Fitness- und Freiluftparadies.

Beste Aussichten: Der Aufsichtsturm wird verlegt, vor dem 50-Meter-Becken entsteht eine Freitreppe, auf der auch die Gäste einen schönen Blick aufs Freibadgelände genießen können.

„Wenn der Winter nicht zu hart wird, dürfte die Erneuerung der Becken pünktlich zum 1. Mai kommenden Jahres komplett abgeschlossen sein“, erklärte Martin Lambertz, Projekt- und Abteilungsleiter beim städtischen Gebäudemanagement, am Mittwoch beim Ortstermin mit Dezernentin Susanne Schwier und Petra Prömpler, Chefin des Fachbereichs Sport, vor denkbar ungewohnter Kulisse — während mitten im Öcher Herbst beinahe schon wieder Badehosenwetterchen angesagt war.

Bestens im Zeitplan: Projektleiter Martin Lambertz am neuen Becken im Planschbereich, das bereits weitgehend installiert ist.

Im kleinen Planschbassin sind die alten Fliesen den nagelneuen Edelstahl-Einfassungen derweil schon gewichen. In Kürze können also bereits die Metallwände im großen Schwimmer- und im Nichtschwimmerbecken montiert werden. Reichlich Anlass zur Freude nicht nur für Badleiter Torsten Liebl. „Damit werden Reinigung und Wartung erheblich erleichtert“, versprach Jörn Kaluza vom Aachener Ingenieurbüro Inco, das die Projektplanung übernommen hat.

Der Clou für alle übrigen Freibad-Fans (immerhin exakt 85.546 passierten in der jüngsten Saison offiziell die Drehkreuze): Die Wasseroberfläche liegt dann auf gleicher Höhe mit dem Beckenrändern — Badespaß mit in jeder Hinsicht gestiegenem Niveau ist also angesagt. Nachdem die gesamte Filteranlage bereits vor drei Jahren erneuert wurde — Kostenpunkt: rund 2,1 Millionen — werden die Leitungssysteme nun nämlich unter den Beckenböden platziert, erläuterte Lambertz.

Was weitere Vorteile auch in technischer Hinsicht bringt. Denn die alten Rohre sind im Erdreich rings um die Pools immer wieder abgesackt. Jetzt können die Bereiche an den Beckenrändern zudem neu gestaltet werden. Per Knopfdruck aktivierbare Abdeckungen sorgen dafür, dass die Pools nicht mehr so schnell verschmutzen und weniger auskühlen können.

Apropos Niveau: An der Kopfseite des 50-Meter-Beckens entsteht eine Freitreppe, auf der man sich prima aalen und einen schönen Blick auf die Anlage genießen kann, verspricht Lambertz. Der Aussichtsturm wird daher versetzt, und zwar so, dass auch Liebl und seine Kollegen das Geschehen noch besser im Auge behalten können. Komplett neu gestaltet wird das Planschbecken. Dort wird überdies ein kleiner, aber feiner Wasserlauf angelegt.

Fazit: Nicht nur Susanne Schwier zeigte sich überzeugt, dass die Gesamtinvestitionen von rund 4,8 Millionen Euro zur Rundumerneuerung bestens angelegt sind: „Schließlich geht es um das einzige Freibad der Stadt, und das wird in seiner traumhaft schönen Umgebung mitten im Grünen jetzt noch attraktiver.“