Aachen: RWTH-Theatergruppe zeigt „Macbeth“ im Ludwigs Forum

Aachen : RWTH-Theatergruppe zeigt „Macbeth“ im Ludwigs Forum

Mit Shakespeares „Macbeth“ widmet sich die englischsprachige Theatergruppe der RWTH „Actor´s Nausea“ in seiner neusten Produktion einer klassischen Tragödie aus dem Jahr 1606.

Mitglied Eva Onkels erzählt, wie es zu der Entscheidung kam: „Wir mussten schauen, wie groß unser diesjähriges Ensemble an Darstellern ist und haben dann ein passendes Stück herausgesucht. Ob klassisch oder modern spielte dabei keine Rolle.“

Inhaltlich dreht sich in der Tragödie, die 1611 in London uraufgeführt wurde, alles um Macbeth, der den Schottenkönig Duncan aus eigenem, vorteilhaftem Interesse ermordet. Den Einstieg bilden das Ende einer Schlacht und die Begegnung zwischen drei Hexen und Macbeth. In diesem Gespräch eröffnen die Hexen ihm die Prophezeiung, schon bald zum zukünftigen König zu werden. In der Folge entwickelt er sich zu einem Tyrannen.

Gefährliche Widersacher

Zunehmend kommt es zur Auflösung der gesamten staatlichen Ordnung. Duncan, der rechtmäßige König Schottlands sowie seine Söhne Malcom und Donalbain, sind die potentiellen Nachfolger auf dem Thron. Die Thnes — die Fürsten — nehmen immer neue Formen im Zuge der Handlung an und Macduff gehört als Thane of Five zu den gefährlichsten Widersachern von Macbeth. Eine Wiederherstellung der Ordnung rückt in immer weitere Ferne.

Ob es Macbeth am Ende tatsächlich gelingt, die Macht an sich zu reißen, wird an dieser Stelle noch nicht verraten.

Das Stück lässt sich verstehen als eine Parabel über die Machtgier der Menschen, beschäftigt sich mit der Vorherbestimmung und dem menschlichen Schicksal sowie Schuld und Sühne. Unter der Regie von Elisabeth Raasch und Marcos de Luis Bolinaga proben die elf Schauspielerinnen und Schauspieler zweimal pro Woche für jeweils drei Stunden. Fremd ist ihnen die Auseinandersetzung mit Shakespeare nicht, denn zu ihren Aufführungen zählten unter anderem auch „A Midsummer Night´s Dream“ oder auch „The Tempest“.

Mitspielen kann in der Theatergruppe eigentlich jeder, der eine hohe Affinität zur englischen Sprache besitzt, wie Onkels ergänzt. „Unsere Gruppe besteht aus Bachelor-, Master- und Promotionsstudenten unterschiedlicher Fachrichtungen. Einige stehen auch schon fest im Berufsleben.

Man muss also kein studierter Anglist sein, um mitmachen zu können. Natürlich soll die Sprache gut verständlich sein, aber wir wählen immer Stücke aus, denen man auch aufgrund der Handlung sehr gut folgen kann.“

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