RWTH Aachen: Einführungswoche für die neuen Erstsemester

RWTH Aachen : Hochschule begrüßt rund 8000 Erstis

Die RWTH Aachen heißt in der Woche vom 1. bis 5. Oktober rund 8000 neue Studierende willkommen. Für sie gibt es ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm.

Die Erstis kommen! Rund 8000 junge Menschen nehmen mit Beginn des Wintersemesters ein Studium an der RWTH Aachen auf. Genaue Zahlen hat die Hochschule noch nicht. Denn im Nachrückverfahren werden derzeit immer noch weitere Studienplätze besetzt. Damit die neuen Studierenden gut an der Hochschule ankommen, gibt es auch in diesem Jahr eine Einführungswoche mit einer Vielzahl von Veranstaltungen von Montag bis Freitag, 1. bis 5. Oktober.

Die Begrüßungswoche für die Neuen ist eine ziemlich aufwendige Angelegenheit. Nach der Premiere 2011 wird der gesamte Ablauf seit 2012 vom zentralen Erstsemesterarbeitsteam (ESA-Team) gemanagt, in dem die studentischen Fachschaften und die Hochschulverwaltung eng zusammenarbeiten.

Die Ersti-Woche soll natürlich Spaß machen. Sie hat aber durchaus einen ernsten Hintergrund. „Wir wollen den neuen Studierenden den Start so leicht wie möglich machen“, sagt Thomas von Salzen von der Zentralen Hochschulverwaltung. „Das Studium ist ein neuer Lebensabschnitt, und die Woche soll helfen, Unsicherheiten abzubauen.“

„Die Erstis sollen gut in der Stadt und an der Uni ankommen. Und sie sollen Freunde finden“, erläutert Patrizia Pauls, die im ESA-Team die Leitung auf studentischer Seite übernommen hat. Gemeinsam mit anderen studiere es sich nun mal leichter.

In Kleingruppen sortiert

Damit die vielen Neuen tatsächlich gut in ihrem Studiengang ankommen, werden sie für den Start zunächst in Kleingruppen sortiert. In diesen Tutorien kümmern sich jeweils zwei erfahrene Studenten um etwa 15 Neulinge. Die komplette Einführungswoche wird dann im Team absolviert.

Für mehrere tausend Erstsemester muss RWTH-Rektor Prof. Ulrich Rüdiger seine Begrüßungsansprache am Montag gleich drei Mal halten, er tut das um 9, 10.15 und 12.30 Uhr. Am Dienstag gibt es Einführungen in die jeweiligen Studiengänge, und auch am Mittwoch, dem Tag der Deutschen Einheit, werden die Erstis nicht allein gelassen. „Am Feiertag werden die Fachschaften Angebote gestalten“, kündigt Patrizia Pauls an. Am Freitag gibt es Institutsführungen und Projektangebote.

Höhepunkt der Einführungswoche aber ist auch in diesem Jahr die Ersti-Rallye am Donnerstag, 4. Oktober. Dann sollen die jungen Leute Hochschule und Stadt spielerisch kennenlernen. Auf dem Campus werden rund 150 Spielstationen aufgebaut, an denen die Erstis Geschicklichkeit und Teamgeist unter Beweis stellen können. Hüpfburgen zum Beispiel waren in den vergangenen Jahren sehr beliebt. Allein zu dieser Rallye erwarten die Veranstalter rund 5000 junge Menschen.

Zentralen Campus meiden

Aachener, die keine Lust auf fröhliche Ansammlungen vergnügter junger Menschen haben, sollten den zentralen Hochschulcampus an diesem Tag vielleicht besser meiden. Markt und Katschhof sind wegen des Wochenmarkts ohnehin diesmal vom bunten Rallyetreiben ausgenommen.

Eigens für den Donnerstag richtet das ESA-Team im Super C ein Koordinationszentrum ein und hat auch Betreuer im Einsatz. So soll verhindert werden, dass der Spaß zu sehr ausufert. Die Helfer sorgen auch dafür, dass keiner den Anschluss verliert. In den Vorjahren kam es immer mal wieder vor, dass Erstis ihre Gruppe suchten und etwas orientierungslos durch die Menge irrten.

Die Anwohner sind ebenfalls vorgewarnt. Im betroffenen Bereich gingen 2000 Briefe an die Haushalte. Für eventuelle Anfragen und Beschwerden wird wieder eine Hotline eingerichtet.

Bereits seit Januar läuft an der RWTH die Vorbereitung auf die Einführungswoche 2018. Und Patrizia Pauls ist zuversichtlich, dass auch diesmal alles friedlich und fröhlich ablaufen wird. Ihr Wunsch speziell für die Ersti-Rallye: kein Regen und kein Schnee. Das hat es auch schon gegeben. Und trotzdem war’s schön.