Aachen: „Rudirockt“: Die Vielfalt steht nicht nur auf dem Speiseplan

Aachen: „Rudirockt“: Die Vielfalt steht nicht nur auf dem Speiseplan

Die Vielfalt steht bei „rudirockt grillt“ am Samstag, 5. August nicht nur auf dem Speiseplan, denn die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen ist mit ihrem Projekt „Offenes Aachen! Initiative für Demokratie, Menschenwürde, Vielfalt“ zu Gast.

Wenn man es genau betrachtet, spielt die Vielfalt gleich auf mehreren Ebenen eine zentrale Rolle: beim Essen, bei den Menschen, die zufällig zusammengewürfelt werden, und beim Thema Vielfalt und friedliches Zusammenleben in der Gesellschaft, über das gerne diskutiert werden darf.

„Diese Spannbreite bekommen wir locker unter einen Hut“, so Florian Schwanse, Mitgründer von „rudirockt“ aus Aachen. Wildfremde Menschen unterschiedlichster Herkunft, oft international gemischt, treffen sich an verschiedenen Orten in Aachen, kochen füreinander, kommen beim Essen ins Gespräch und lernen sich näher kennen. Krönender Abschluss des Abends: Alle Kochgruppen treffen sich in einer Kneipe zum gemeinsamen Feiern. So erweitert sich der Kreis der neuen Bekannten noch einmal um ein Vielfaches.

FH-Studenten vermittelten

„Das, was wir mit unserer Initiative ,Offenes Aachen‘ ins Bewusstsein rücken wollen, das Verbundensein von Menschen in der Vielfalt, ist bei ‚rudirockt‘ bereits seit vielen Jahren selbstverständlich gelebte Wirklichkeit, und deshalb sind wir gerne zu Gast“, so Norbert Greuel, Initiator des Projektes „Offenes Aachen!“ bei der Bürgerstiftung.

Zustande gekommen ist der Kontakt zwischen „rudirockt“ und der Bürgerstiftung über einen vermittelnden Hinweis der FH Aachen, Fachbereich Gestaltung. Professor Christoph Scheller und sein studentisches Team unterstützen die Initiative tatkräftig mit vielen Ideen und helfen dabei, sie in Aachen bekannt zu machen. „Offenes Aachen“ und „rudirockt“ zusammenzubringen, das lag einfach auf der Hand, sagt Professor Scheller. „Die Absichten beider Initiativen liegen nahe beieinander: Menschen motivieren, sich offen und ohne Ressentiments zu begegnen, sie neugierig aufeinander zu machen und miteinander ins Gespräch zu bringen. Der Essenstisch ist dafür ein idealer Ort.“

Und so funktioniert es: Einfach bis zum kommenden Donnerstag, 3. August, auf der Plattform „rudirockt“ zum Grillen anmelden, den Rest erledigt ein „Zufallsgenerator“. Er mischt die Teilnehmenden bunt zusammen, bestimmt, wer Vorspeise, Hauptgang oder Nachtisch zubereitet und legt auch fest, bei wem man wo und um wie viel Uhr zu Gast ist.

Und noch ein Fest Ende August

Nach dem 3-Gänge-Menü treffen sich alle Teilnehmer/innen ab 22.30 Uhr in der Uwe Klein Qutoqi Bar in der Pontstraße 168. Für die Idee eines „Offenen Aachen“ darf man gerne auch mit seinem Namen eintreten und die „Aachener Erklärung für Demokratie“ online unterschreiben oder auf einer der vielen Listen, die zurzeit in Aachen in Umlauf sind.

Das gemeinsame Feiern zum Abschluss des kulinarischen Abends kann auch eine Fortsetzung finden. Die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen lädt jedenfalls alle Teilnehmenden zum großen Fest am Sonntag, 27. August, von 14 bis 18 Uhr in den Elisengarten ein, wo es heißt: „Offenes Aachen! Gemeinsam Vielfalt feiern“.

(red)
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