Aachen: Rotarier: Ein Fest mit Quietscheenten und Bierkasten-Klettern

Aachen: Rotarier: Ein Fest mit Quietscheenten und Bierkasten-Klettern

Altbewährtes kann so gut sein — und wenn der Rotary Club Aachen mitspielt, dann sogar im doppelten Sinne. Für die dritte Auflage des Aachener Street Festivals holen die Rotarier eine Form des Wettbewerbs hervor, die gerade denjenigen in guter Erinnerung geblieben sein wird, die in den 1960er und 70er Jahren Zeit vor dem Fernseher verbracht haben.

Das „Spiel ohne Grenzen“ ist eine Unterhaltungsshow, bei der Mannschaften bei diversen Geschicklichkeitsspielen gegeneinander antreten.

Viel Geschicklichkeit werden die Öcher auch am 23. und 24. Juni im Elisengarten zu sehen bekommen — oder vielleicht auch weniger. Dann geht es nämlich für 24 Teams à vier Teilnehmer aus sechs Branchen ans Eingemachte: ob beim Balancieren von Quietscheenten auf einem Tablett, beim Transportieren von Wasser mit einem Schwamm oder beim Wasserballon-Werfen, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Auswahl der insgesamt zehn Wettkämpfe deutet es bereits an: Für die Organisatoren steht der Spaß im Vordergrund.

Damit der möglichst viele Menschen erreicht, verlegt der Rotary Club das Street Festival dieses Mal vom Templergraben in den Elisengarten. „Wir sind jetzt mitten in der Stadt und hoffen, dadurch natürlich noch mehr Zulauf zu kriegen“, sagte Hauptorganisator Harald Schmidt.

Der dürfte nicht nur aufgrund der spaßigen Spielauswahl gewiss sein. Schließlich findet zeitgleich noch das Reformationsfest statt. „Die Stadt wird an dem Wochenende brummen“, ist sich Susanne Schwier gewiss, die als Mitglied der Rotarier und Kulturdezernentin der Stadt bei der Organisation des Street Festivals gleich zwei Hüte aufhat.

Auch zum Schlemmen wird es wieder einiges geben. Auf dem Münsterplatz findet ein Street Food Festival statt. Und um das Motto rund um die Straße komplett zu machen, wird es zudem jede Menge Straßenmusik geben, sagt Schmidt.

Den Rotariern geht es aber auch dieses Mal nicht nur um den kurzweiligen Spaß, sondern auch um langfristige Hilfen. Die Einnahmen aus dem Street Festival — 666 Euro Sponsorengeld pro Teilnehmer-Team plus Standgebühren und Spenden — kommen dem Förderkreis Schwerkranke Kinder in der Region Aachen und dem Projekt „Brückenschlag“ für Kinder schwerkranker Eltern zugute.

Letzteres unterstützt Familien, in denen die Eltern schwer erkrankt sind. „Mit dieser präventiven Maßnahme wollen wir die Familien entlasten und verhindern, dass Kinder traumatisiert werden“, sagt Schwier und hofft auf ein stolzes Sümmchen. Immerhin sind im vergangenen Jahr knapp 15 000 Euro zusammenkommen. Und die Summe soll natürlich im Juni getoppt werden.

Ein kleiner Obulus

Die Zuschauer können ebenfalls einen Beitrag leisten. Beim Torwandschießen und beim Bierkastenklettern können sie selbst im Elisengarten ihre Geschicklichkeit beweisen. Zahlen müssen sie dafür einen kleinen Obulus für den guten Zweck. Zu gewinnen gibt es dabei auch was: ein sogenanntes Fat Bike.

Wer beim Street Festival mitwirken möchte, ob als Teilnehmer, Straßenmusiker oder mit einem Essensstand, kann sich wenden an: sekretaerin@aachen.rotary1810.de.

(akas)
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