Aachen: Robert-Koch-Straße: Zweite Festnahme

Aachen: Robert-Koch-Straße: Zweite Festnahme

Eine zweite Festnahme wegen versuchten Mordes hat es jetzt wegen des Gewaltverbrechens an der Robert-Koch-Straße am Sonntagabend gegeben.

Nachdem sich bereits ein 27-Jähriger in Hannover der Polizei gestellt und die Tat zugegeben hatte, ist nun ein weiterer Mann festgenommen worden, wie Jost Schützeberg, Sprecher der Staatsanwaltschaft, am Dienstag mitteilte.

Opfer des Verbrechens war ein 51-Jähriger, der nach Messerstichen in den Hals in Lebensgefahr schwebt. Sowohl bei dem 27-Jährigen wie auch dem zweiten mutmaßlichen Täter handelt es sich um Mitbewohner des Opfers. Alle drei bildeten in dem Mehrfamilienhaus im Aachener Ostviertel eine Wohngemeinschaft.

Mit der zweiten Festnahme bestätigen sich AZ-Informationen, nach denen wie berichtet ein Augenzeuge zwei Männer zur Tatzeit hatte flüchten sehen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die beiden mutmaßlichen Täter am Sonntagabend gemeinsam beschlossen, ihren Mitbewohner zu töten, sein Bargeld an sich zu nehmen und danach zu flüchten.

Tatsächlich führten sie den Plan auch so durch: Sie schlugen ihr Opfer nieder und verletzten es mit Messerstichen lebensgefährlich. Dann flüchteten sie mit 1800 Euro und dem Autoschlüssel des Opfers aus der Wohnung.

Mit dem Azuto fuhren sie dann nach Düren, von dort dann mit dem Zug nach Hannover. Dort stellte sich der 27 Jahre alte Beschuldigte der Polizei und gab in ersten Vernehmungen an, er habe die Tat alleine begangen.

Die weiteren Ermittlungen zeigten allerdings, dass beide Beschuldigte gemeinsam gehandelt hatten. Nach seiner Festnahme gestand auch der 19 Jahre alte Beschuldigte.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat der zuständige Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Aachen Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen versuchten Mordes und anderer Straftaten erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.

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