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Lebensmittelläden dürfen sonntags öffnen: Restaurants und Imbissbuden ab 15 Uhr dicht

Lebensmittelläden dürfen sonntags öffnen : Restaurants und Imbissbuden ab 15 Uhr dicht

Alle Lebensmittelhändler in Aachen dürfen jetzt auch sonntags öffnen. Anderswo verschärft die Stadt dagegen die Gangart: Spielplätze sind für Kinder und Eltern tabu.

Die Stadt Aachen hat am Mittwoch auf die aktuellen Erlasse und Empfehlungen der NRW-Landesregierung reagiert und die sofortige Schließung von einem Großteil der Einzelhandelsgeschäfte und von Freizeiteinrichtungen in einer neuen aktualisierten Allgemeinverfügung verkündet. Normalerweise werden diese kommunalen Verfügungen erst einen Tag, nachdem Oberbürgermeister Marcel Philipp sie unterschrieben hat, gültig. Jetzt macht die Stadtverwaltung noch mehr Tempo, um die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Aachen einzudämmen.

Der Stand der Dinge seit Mittwochnachmittag: Nicht mehr öffnen dürfen alle Kneipen, Cafés, Bars, Clubs, Diskotheken, Theater, Kinos, Museen, tabu sind alle Spiel- und Bolzplätze, alle Fitnessstudios, Schwimmbäder und Saunen, alle Freizeit- und Tierparks sowie Angebote von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen). Restaurants und Speisegaststätten dürfen frühestens ab 6 Uhr öffnen und müssen spätestens – das ist jetzt neu – ab 15 Uhr schließen. Auch die Verkaufsstellen des Einzelhandels werden geschlossen.

Ausgenommen davon sind der Einzelhandel für Lebensmittel (darunter also auch Fleischer sowie Obst- und Gemüsehändler), Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Friseure, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel.

Laut dieser Allgemeinverfügung ist Geschäften des Einzelhandels für Lebensmittel, Wochenmärkten, Abhol- und Lieferdiensten, Apotheken sowie Geschäften des Großhandels bis auf weiteres auch die Öffnung an Sonn- und Feiertagen von 13 Uhr bis 18 Uhr gestattet. Ausgenommen davon sind jedoch Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag.

Sämtliche Verkaufsstellen im Sinne des Ladenöffnungsgesetzes müssen die erforderlichen Maßnahmen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlagen treffen. So wird von den Ordnungsbehörden stichprobenartig kontrolliert, ob Mindestabstände zwischen den Kunden von anderthalb bis zwei Metern eingehalten werden.

Zuständig sind die personell aufgestockten Teams des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung und die Bezirksämter. Unter anderem geht es dabei auch um die Vermeidung von Warteschlangen. Auch sogenannte „Vereinzelungsmaßnahmen“ wird es vor manchen Geschäften geben.

Das bedeutet, dass nur eine geringe Anzahl von Kunden eingelassen wird, damit es in den Geschäftsräumen nicht zu eng wird und damit eine erhöhte Ansteckungsgefahr riskiert wird. Besorgte Bürger können sich täglich von 8 bis 18 Uhr an das Bürgertelefon der Stadt unter 0241/510051 wenden.