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Verkehr in Brand: Rechtzeitig gegen den drohenden Verkehrskollaps

Verkehr in Brand : Rechtzeitig gegen den drohenden Verkehrskollaps

Die Brander SPD beklagt fehlendes Engagement bei einer Neuregelung an der Debyestraße. Die Politiker wünschen sich, dass angesichts der Verdichtung seitens des Landesbetriebs NRW Maßnahmen ergriffen werden – zum Beispiel durch eine neue Anbindung aus Richtung Stolberg.

Nicht wenig Verärgerung über den zuständigen Landesbetrieb Straßen NRW schwingt in Anträgen und Anfragen der SPD-Fraktion in der Brander Bezirksvertretung mit. Gegenstand des Unmuts ist die schwierige Verkehrssituation in der Debyestraße und deren Umgebung.

Bereits seit vielen Jahre gilt die Straße als neuralgischer Punkt und durch weitere, vor kurzem fertig gestellte Bauprojekte unmittelbar an der Straße – etwa das Polizeipräsidium sowie eine der größten Autowaschstraßen in der Region – wie auch im Gewerbepark Brand und im Gewerbegebiet Eilendorf-Süd scheint die Befürchtung, dass in nicht allzu ferner Zukunft ein Verkehrskollaps droht, durchaus realistisch.

Während die Bezirkspolitik in Brand und Eilendorf die Entwicklung schon seit Mitte der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts mit Sorge betrachtet und Lösungen einfordert, kommen die zuständigen Institutionen des Landes NRW genau so lange nicht in die Gänge. Dabei ist Lösung schon seit langem bekannt. Ausgehend von der Sebastianusstraße in Stolberg-Atsch soll eine neue Straße, die L221n, bis zum Knoten Freunder Straße/Nordstraße/Debyestraße führen und in Höhe des Rastplatzes „Am Königsberg“ einen neuen Autobahnanschluss erschließen. Die Vorteile: Stolberg bekäme einen nahe gelegenen Zugang zur Autobahn, die Eilendorfer Von-Coels-Straße würde enorm vom Durchgangsverkehr entlastet und auch die Debyestraße dürfte in großem Maße profitieren, fände doch der Durchgangsverkehr vom bereits genannten Knoten zur Trierer Straße und umgekehrt in der Autobahn eine attraktive Alternative.

Versuche der Bezirkspolitik, Bewegung in die Sachen zu bringen und ein wenig Druck aufzubauen, gipfelten Anfang 2019 in einer gemeinsamen Sitzung der Bezirksvertretungen von Brand und Eilendorf mit dem Mobilitätsausschuss des Aachener Stadtrats und Ratsvertretern der Stadt Stolberg in der Hoffnung, vom Landesbetrieb belastbare Auskünfte zu erlangen. Geschehen ist allerdings seitdem nichts.

Weitere Anfragen der Brander SPD-Fraktion vom Januar und Juni diesen Jahres beschied die städtische Fachverwaltung mit dem Hinweis, dass man noch nichts vom Landesbetrieb gehört habe, auch nichts über die Ergebnisse einer zwischenzeitlich von dort durchgeführten Verkehrsuntersuchung im Aachener Süd- und Westraum.

Nun gibt es eine erneute Anfrage an den Landesbetrieb über die städtische Fachverwaltung, in der die SPD wissen will, wann mit der Veröffentlichung der Ergebnisse der genannten Untersuchung zu rechnen ist, welche Prognosen in diesem Zusammenhang für die Entwicklung der Verkehrsbelastungen im Raum der Debyestraße erstellt worden sind, wie der Sachstand beim Autobahnanschluss ist, ob etwa das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen ist oder wann damit zu rechnen ist und zuletzt, wann mit dem Baubeginn der Maßnahme zu rechnen ist.