Aachen: Ratssaal erstrahlt in neuem Glanz

Aachen : Ratssaal erstrahlt in neuem Glanz

Bevor der Rat in der kommenden Woche zum ersten Mal im neu eingerichteten und renovierten Ratssaal tagen wird, präsentierte der Aachener Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden gemeinsam mit Vertretern der Ratsfraktionen von CDU, SPD, Grünen und FDP sowie der Innenarchitektin Heike Falkenberg und der Holzspezialistin Karin Oberschelp von der Holzcoop der versammelten Presse am Freitag den neuen Ratsaal.

„Der Ratssaal erstrahlt in neuem Glanz”, stellte der Oberbürgermeister völlig zu Recht gleich zu Beginn der Pressekonferenz fest.

Neu ist die Anordnung der Tische, neu sind die Tische mit einer Tischplatte aus geräucherter und geölter Eiche aus dem Aachener Wald, neu sind die Leuchter, die mit den schon im vor einigen Jahren umgestalteten Foyer des Rathauses und demnächst auch im Krönungssaal zu installierenden Leuchten korrespondieren,

Neu ist die gesamte, unter den Tischen versteckte Technik, neu sind auch einige der Stühle. Abgeschliffen und versiegelt wurde darüber hinaus der Boden. Insgesamt „eine tolle Sache”, wie CDU-Fraktionsvorsitzender Harald Baal bemerkte.

Norbert Plum von der SPD-Fraktion zeigte sich ebenso begeistert wie Wilhelm Helg, Fraktionssprecher der FDP. Für Helmut Ludwig, Fraktionsgeschäftsführer der Grünen, ist die Neuinstallation eine „lohnende Investition”. Alle waren der Meinung, dass alles sowohl farblich als auch materialmäßig „unheimlich gut zusammenpasst”.

Es sei ein interessante Erfahrung gewesen, einen solchen Raum ausstatten zu dürfen, sagte die Innenarchitektin. Die Kommunikation zwischen allen Beteiligten, der Stadtverwaltung, den Fraktionen, den Architekten und den Handwerkern, habe gestimmt. Die neue Einrichtung sei eine „gemeinschaftliche Lösung”. Sie hoffe, dass in diesem Ratssaal „viele gute Entscheidungen getroffen werden”.

Die gesamten Kosten bezifferte Linden auf etwa 400.000 Euro. Dies sei angesichts des Ergebnisses und unter Berücksichtigung nicht unerheblicher Technikkosten durchaus vertretbar. Die alte Möblierung stamme aus den 70 er Jahren und sie sei einfach marode gewesen. „Das ist wie in einem normalen Haushalt, dort halten die Dinge in der Regel auch nicht länger als 40 Jahre.”

Der Oberbürgermeister führte anschließend noch durch die gerade renovierten weiteren Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Rathauses, den Friedenssaal und die Werkmeisterküche, die demnächst im Rahmen der Route Charlemagne für die Öffentlichkeit ebenso zugänglich werden wie jetzt schon der Krönungssaal.

Das Rathaus wird mit diesen Räumen eine Station der Route Charlemagne, die sich den Themen Krieg, Frieden und Macht widmen wird und als solche nach dem diesjährigen Karlspreis eröffnet wird.

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