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Aachen: Ratsfrau kandidiert nun im Frankenberger Viertel

Aachen : Ratsfrau kandidiert nun im Frankenberger Viertel

Die Fußstapfen, in die sie tritt, sind groß, die Erfolgsaussichten aber auch: Martina Hörmann wird bei der Kommunalwahl am 30. August für die Grünen im Wahlbezirk Frankenberg antreten.

Dort winkt ihr ein Direktmandat. Das jedenfalls holte Elisabeth Paul vor fünf Jahren in der grünen Hochburg. Und die langjährige Ratsfrau war eigentlich auch diesmal wieder im Frankenberger Viertel aufgestellt - bis sie vor gut einem Monat aus Verärgerung und Enttäuschung über die schwarz-rot-grünen Pläne für eine vierte Gesamtschule von ihrer Kandidatur zurücktrat.

Damit hat Paul nun ein kleines Stühlerücken unter den grünen Kandidaten ausgelöst. Denn für Hörmann, die eigentlich im Wahlbezirk Burtscheider Abtei aufgestellt war, rückt dort nun Martine Kremer nach. Die Kandidatenliste komplettiert Roland Jahn: Er wurde jetzt auf der Mitgliederversammlung der Grünen für den Wahlbezirk Panneschopp aufgestellt - wie die beiden Parteifreundinnen war er im Übrigen ohne Gegenkandidaten und blieb auch ohne Gegenstimmen.

Ob es den Grünen mit der neuen Kandidatin gelingt, das Direktmandat im Frankenberger Viertel zu verteidigen, ist für Parteigeschäftsführer Jochen Luczak im Grunde sekundär: „Uns geht es ums Gesamtergebnis.” Allerdings gehe er davon aus, dass der Wahlbezirk „eine grüne Hochburg bleibt”.

Dieses Selbstbewusstsein speist sich aus dem erfolgreichen Abschneiden bei der Europawahl, deren 19-Prozent-Ergebnis ebenfalls auf der Mitgliederversammlung diskutiert wurde. Und es soll die Grünen durch den Wahlkampf für Kommunal- und Bundestagswahl tragen, den man laut Luczak als eine Art „Gesamtkunstwerk” betrachtet. „Wir werden im öffentlichen Straßenbild mit Plakaten präsent sein, aber vor allem mit Personen”, verweist der Parteigeschäftsführer auf mehr als 30 Termine, an denen die Grünen Kontakt zu den Wählern suchen wollen.

Luczak selber wurde auf der Mitgliederversammlung auch formal als Bundestagskandidat der Aachener Grünen aufgestellt - mit einem Wahlergebnis, das er allerdings am 27. September nicht wird wiederholen können. 38 Parteifreunde stimmten für ihn: 100 Prozent der stimmberechtigten Versammlungsteilnehmer.