Aachen: Ratsantrag: Viel mehr Bügel für Fahrräder

Aachen: Ratsantrag: Viel mehr Bügel für Fahrräder

Der Fahrradverkehr hat in den letzten Jahren in Aachen stark zugenommen. „Wir sind auf dem Weg zur Fahrradtstadt”, sagt Grünen-Ratsherr Roland Jahn.

Der Vorsitzende des Mobilitätsausschusses stellte gemeinsam mit der verkehrspolitischen Sprecherin der CDU-Fraktion, Gaby Breuer, einen Ratsantrag vor, der die Verwaltung damit beauftragt, Vorschläge zur Errichtung zusätzlicher Rad-abstellanlagen an stark frequentierten Orten wie dem Markt zu erarbeiten.

„Den Input dafür bekamen wir von Bürgern, die uns auf fehlende Parkmöglichkeiten für ihre Räder hinwiesen”, sagt Jahn. Wenn die von allen Parteien gewünschte Steigerung des Radverkehrs gelingen solle, sei es wichtig, Fahrradfahrern an ihrem Zielort ein sicheres Abstellen des Zweirades zu ermöglichen.

Rund 50 bis 60 Bügel für Radabstellanlagen werden derzeit jährlich in Aachen neu installiert, bei jedem Straßenumbauprojekt wurden automatisch auch Bügel für Radfahrer aufgebaut. „Allein an markanten Plätzen, wie dem Markt, am Neumarkt, aber auch an Münster-, Jahn- und Kaiserplatz fehlt es an ausreichenden Abstellanlagen”, erklärte Breuer, die an die Aachener Bürger appelliert, mögliche Plätze für Fahrrad-Parkmöglichkeiten den Fraktionen mitzuteilen.

Etwa 20 Bügel, die dann auch ins Stadtbild passen sollten, fehlten am Markt, so Jahns Schätzung. Beide Politiker wollen mit dem Aufstellen weiterer Radabstellanlagen aber auch dafür sorgen, dass das „Wild-Abstellen” von Rädern an Zäunen oder Laternenmasten eingedämmt werden kann.

Von der Praxis anderer Städte, wo falsch geparkte Zweiräder einfach abgeschleppt werden oder aber nur noch am Stadtrand gelassen werden dürfen, sehen sich Breuer und Jahn allerdings weit entfernt. „Wir wollen lediglich sicheres Abstellen von Fahrrädern”, sagt Breuer.

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