Radstraßen auf der Rad-Vorrang-Route

Bezirksvertretung Eilendorf : Die Querung der Von-Coels-Straße ist ein Knackpunkt

Die Bezirksvertretung Eilendorf hat sich mit der Einrichtung von Fahrradstraßen befasst, die im Streckenverlauf der Rad-Vorrang-Route von Eilendorf bis in die Innenstadt liegen. Die Verwaltung informierte.

Die Rad-Vorrang-Route verläuft ausgehend vom Südzugang des Eilendorfer Bahnhofs durch die Hansmannstraße und quert dabei die Josefstraße. Nach rund 300 Metern geht es nach rechts in die Severinstraße hinein bis zur Moritz-Braun-Straße, über die man zur Marienstraße und schließlich zur Querung der Von-Coels-Straße kommt. Durch die Kleebachstraße und ihre Verlängerung in den Feldern erreichen die Radfahrer den Vennbahnweg, auf dem man in Richtung Rothe Erde am Rödgerbach, kurz vor der Unterführung am Madrider Ring, an die Grenze des Stadtbezirks Eilendorf gelangt.

Vieles ist nach den Informationen der Verwaltung unproblematisch, einige Knackpunkte – wie etwa die Querung der Von-Coels-Straße – gibt es aber doch.

Fahrradstraßen dienen der Bündelung des Radverkehrs abseits von Hauptverkehrsstraßen. Anderer Fahrzeugverkehr ist auf der Fahrradstraße beispielsweise als Anliegerverkehr zulässig, wenn dies durch Zusatzzeichen angezeigt wird. Auf der Fahrradstraße hat der Radverkehr absoluten Vorrang. Dort, wo andere Erschließungsstraßen gequert werden, sollen die Fahrradstraßen Vorfahrt haben, um eine hohe Reisegeschwindigkeit zu erreichen.

Von den genannten Straßen sind die Hansmannstraße zwischen Josefstraße und Severinstraße, Moritz-Braun-Straße, Marienstraße und Kleebachstraße als Fahrradstraßen mit Freigabe für Kraftfahrzeuge vorgesehen. Alle vier Straßen nehmen keine übergeordnete Verbindungsfunktion für den Autoverkehr wahr und weisen ein zu vernachlässigendes Verkehrsaufkommen von weniger als 500 Fahrzeugen pro Tag auf.

Vorfahrt gegenüber Nebenstraßen

Eine Besonderheit stellt die Hansmannstraße dar, da hier zwei Buslinien verkehren. Aufgrund der großen Straßenbreite und der geringen Busfrequenz – werktäglich vier Busse pro Richtung und Stunde – wird dies jedoch als unproblematisch gesehen. Die vorgesehenen Fahrradstraßen sollen an allen Knotenpunkten Vorfahrt gegenüber den Nebenstraßen erhalten. Die nutzbaren Fahrbahnbreiten werden von viereinhalb Meter in der Moritz-Braun- und der Marienstraße bis gut fünfeinhalb Meter in der Hansmannstraße reichen. Die Kreuzungsbereiche werden durch entsprechende Beschilderung und auffällige Bodenmarkierung signalisiert.

Über Markierungs- und Beschilderungsarbeiten hinausgehende bauliche Maßnahmen sind nicht erforderlich. Dennoch werden bei der Ausführung der Arbeiten im kommenden Jahr Aufwendungen in Höhe von etwa 75.000 Euro fällig. Ganz abgeschlossen ist das Thema der Rad-Vorrang-Route damit aber noch nicht, denn es gilt noch einige Probleme zu lösen wie etwa die Überquerung der von-Coels-Straße im Verlauf von Marien- und Kleebachstraße.

Mehr von Aachener Zeitung