Aachen: „Pumptrack“: Neue Attraktion für Jugendzentrum St. Hubertus

Aachen: „Pumptrack“: Neue Attraktion für Jugendzentrum St. Hubertus

Schon tummeln sich einige Kinder und Jugendliche auf dem neuen Fahrradparcours und schnell wird klar, dass sie nicht umsonst Schutzhelme tragen, denn es geht mitunter ganz schön rasant zu. Dass man auf dem Fahrrad wunderbar von A nach B kommt, ist wohl jedem bekannt.

Solche Fahrradparcours mit Bodenwellen, Erhöhungen und Steilkurven zu befahren, ist eine andere Art und Weise, das bewährte Fortbewegungsmittel zu nutzen. Dieser Sport erfordert nicht nur viel Geschicklichkeit, sondern auch eine ganze Menge Ausdauer. Denn Ziel ist es, den Parcours irgendwann zu bewältigen, ohne in die Pedale zu treten.

Das funktioniert, indem die Fahrer den Schwung nutzen, den sie beispielsweise durch die Bodenwellen nehmen können. In den Genuss einen solchen „Pumptracks“ — so werden diese Fahrradparcours genannt — vor der Türe zu haben, kommen jetzt die Besucher des Kinder- und Jugendzentrums St. Hubertus.

„Wir haben Glück, dieses tolle Außengelände zu haben“, erklärt Christel Schäfer, die das Kinder- und Jugendzentrum zusammen mit Birgitt Valk leitet. Die ursprüngliche Idee war es, das große Gelände noch besser zu nutzen. Da viele Kinder- und Jugendliche sich im Alltag mit dem Fahrrad fortbewegen und von ihrer Seite daher Interesse an einem solchen Parcours bestand, war schnell klar, wie die Fläche genutzt werden soll. Ein weiterer Pluspunkt des Pumptracks ist, dass er Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen anspricht.

Jeder kann sich hier ohne Leistungsdruck sportlich betätigen und Ausdauer und Gleichgewichtssinn trainieren. Das sei auch für diejenigen von Vorteil, die sich im Alltag mit dem Rad fortbewegen, weil sie durch das Training auf dem Pumptrack auch sicherer am Straßenverkehr teilnehmen könnten, erklärt Lars Lummerich, Sozialpädagoge und selbst Radsportler.

Neben den sportlichen Fähigkeiten werden natürlich auch soziale Kompetenzen geschult. Rücksichtnahme auf die anderen Radfahrer ist das höchste Gebot und es gibt einige weitere Regeln, wie etwa ein Überholverbot oder „rechts vor links“, die befolgt werden müssen. Der Parcours kann mit Mountainbikes oder BMX-Rädern befahren werden. Kinder, die kein solches Rad besitzen, können sich eins ausleihen. Sechs Fahrräder stellt das Kinder- und Jugendzentrum dafür zur Verfügung. Zusätzlich wird eine kleine Fahrradwerkstatt eingerichtet.

Finanziert wurde das Ganze zu einem großen Teil durch Landesmittel, nämlich durch den Landschaftsverband Rheinland“ Außerdem war der Träger des Kinder- und Jungendzentrums, die katholische Kirchengemeinde St. Jakob, finanziell beteiligt. In Kooperation mit „Geländefahrrad e.V.“ sollen in Zukunft auch Kurse für die Besucher des Kinder- und Jugendzentrums angeboten werden. Für die Kinder und Jugendlichen, die sowieso schon dankbar das Angebot der offenen Jugendarbeit nutzen, ist mit diesem Pumptrack noch ein weiteres Highlight dazugekommen.

(nim)
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