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Projekt für Kindergärten erfreut sich großer Nachfrage in Aachen

Schwimm-Projekt für Kindergärten : Im Blubber-Club den Spaß am Wasser entdecken

Auf ein Stelldichein im Blubber-Club

Bei vielen Kindern im Grundschulalter ist die Gegenwehr groß, wenn es zum Schwimmunterricht gehen soll. Das beginnt sogar in den meisten Fällen schon beim Abduschen. So wird der Gang ins Schwimmbad auch für die Lehrer oftmals eine große Herausforderung. Abhilfe leistet da der Stadtsportbund Aachen.

Im Rahmen des bereits seit 2009 bestehenden Projekts Blubber-Club für Kindergartenkinder werden die fünf- bis sechsjährigen Vorschulkinder schon sehr früh auf den späteren Schwimmunterricht vorbereitet und sollen sich so an das Wasser gewöhnen.

Stets in Begleitung von Eltern, Erziehern und natürlich professionellen Schwimmübungsleitern geht es so einmal in der Woche in die Aachener Osthalle, wo das Verhalten im Wasser spielerisch geschult werden soll, die Kinder aber auch mit den Gefahren innerhalb und außerhalb des Schwimmbeckens vertraut gemacht werden sollen: „Das Ziel ist natürlich in erster Linie, bei unseren jungen Teilnehmern den Spaß am Wasser zu wecken und Lust auf das Schwimmen zu machen – mit klassischem Schwimmunterricht hat unser Projekt erst einmal wenig zu tun“, erläutert Nadine Frey vom Stadtsportbund Aachen.

Ausgestattet mit Bällen und Quietscheentchen geht es für die Kleingruppen aus acht bis zehn Kindern gemeinsam mit Übungsleiterin Barbara Fink-Abicht an die ersten kleinen Aufgaben, durch die speziell die richtige Bewegung und Orientierung im Wasser vermittelt werden soll. Diese Schulungen sind von enormer Wichtigkeit, zumal viele Eltern mit der Schwimmausbildung ihrer Kinder maßlos überfordert sind und diese folglich oft vernachlässigen.

„Und genau hier gilt es, anzusetzen“, erklärt Nadine Frey und weist auf die seit der Gründung des Blubber-Clubs vor zehn Jahren konstant ansteigende Nachfrage hin: „Zunächst hatten wir lediglich ein Projekt vorzuweisen, das Grundschullehrer beim Schwimmunterricht mit ihren Schülern unterstützen sollte. Da die Forderungen nach einem Programm für Vorschulkinder jedoch immer lauter wurden, konzentrieren wir uns seit einiger Zeit noch stärker auf den Blubber-Club und erreichen pro Jahr circa 150 bis 180 Kinder.“

Zurzeit sind sechs Kindergärten in das Programm involviert, der Kurs wird jeweils für zwölf Wochen belegt. Dafür öffnet die Osthalle an drei Tagen in der Woche für den Stadtsportbund und die Kindergärten ihre Türen.

Übungsleiterin Barbara Fink-Abicht gewöhnt im Blubber-Club die Kindergartenkinder spielerisch an das Element Wasser. Foto: Heike Lachmann

Eine neue Situation für die Kinder, die mit viel Aufregung und frischen Eindrücken, aber auch teilweise mit Schwierigkeiten verbunden ist: „Einige Kinder haben oft einen anderen Stand als andere, weil sie vielleicht schon öfter mal im Schwimmbad waren. Dementsprechend ist es meine Aufgabe, die Kinder auf ein Niveau zu bringen“, sagt Barbara Fink-Abicht. Um dies zu erleichtern, arbeitet stets derselbe Übungsleiter mit derselben Gruppe zusammen, um die Beziehung zueinander zu stärken und Schwächen einzelner Kinder effektiver zu beheben.

Erleichtert wird die Zusammenarbeit mit den Kindergärten seit nunmehr einem Jahr auch durch die Kooperation des Stadtsportbundes mit der Stawag. „Es ist von großer Bedeutung, bereits im Kindergartenalter eine angemessene Schwimmausbildung genießen zu dürfen“, kommentiert Kirsten Haacke von der Stawag die effektive Zusammenarbeit und weist auf die Entlastung der Eltern hin, denen so einige schwierige Aufgaben abgenommen werden.

Als Belohnung für die jungen Teilnehmer gibt es am Ende der Schwimmstunde das Stawag-Maskottchen Else, eine orangefarbene Quietscheente, zum Mitnehmen: „Das soll als kleiner Ansporn dienen und bei den Kindern ein Gefühl auslösen, etwas Großes geschafft zu haben“, sagt Haacke mit einem Augenzwinkern.