Aachen: Premiere des „Young Euregional Music Festivals“

Aachen : Premiere des „Young Euregional Music Festivals“

„Eigentlich wollten wir die kleine Schwester der Chorbiennale sein, jetzt sind wir so etwas wie ein Zwilling geworden“: Durchaus selbstbewusst beschreibt Marion Simons-Olivier vom Kinder- und Jugendorchester „kleine-freiheit 77“ ihr Projekt.

Vom 15. bis 17. Juni geben in Aachen, Ostbelgien und Limburg im Rahmen des Young Euregional Music Festival „It‘s music“ jungen Ensembles, Chöre und Orchester aus der Euregio Konzerte. „Es war gar nicht schwer, dieses Musikfestival zu organisieren“, sagt Simons-Olivier. Überall habe man die Idee, ein Festival für junge Leute ins Leben zu rufen, mit Begeisterung aufgenommen. Und ganz im Sinne des Leitspruchs „Kultur für alle“ ist der Eintritt zu den Konzerten frei.

Der 20-jährige Dirigent Simen van Meensel wird zum Abschluss im Krönungssaal ein Sinfonieorchester dirigieren, das sich aus Kindern und Jugendlichen der Euregio zusammensetzt. Sie spielen den „Danzon Nr 2“ von Arturo Márquez. „Wir proben schon eifrig, und es läuft alles sehr gut“, sagt der junge Dirigent aus Belgien. Dieses Abschlusskonzert ist aber nur eines von vielen Highlights des Festivals.

Eröffnungskonzert in Eupen

Das Eröffnungskonzert findet am Freitag, 15. Juni, um 18.30 Uhr in der Klosterkapelle Garnstock Eupen (Baelen), Eupener Straße 191, statt. Mit von der Partie ist der Kinder- und Jugendchor „Kimundi“: 80 Kinder aus Roetgen und Monschau singen Folklore aus aller Welt. Das Jugendorchester der Musikschule „kleine-freiheit 77“, das Blockflötenensemble der Musikschule der Stadt Aachen und die „Tonbande“ aus Düren bestreiten weitere Programmpunkte.

Bei allen Konzerten treten gleich mehrere Gruppen, Ensembles oder Orchester auf, um den jungen Musikern die Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen zu bieten. „Junge Menschen entdecken die Musik aus anderen Kulturkreisen“, schreibt Schirmherrin Dr. Margrethe Schmeer im Flyer zum „Festival. Sie findet es wunderbar, dass junge Menschen hier die Gelegenheit bekommen, zu entdecken, „wie Menschen hinter den Grenzen musizieren“.

Der Austausch liegt auch den Organisatoren am Herzen. Denn das Verständnis für fremde Kulturen sei wichtig, damit Integration gelingen könne, und gerade die Musik biete einen wunderbaren Zugang zu fremden Kulturen, sagen sie.

Neben Simons-Olivier sitzen Dorothea Merkle („kleine-freiheit 77“) sowie Miriam Schlösser und Manfred Lutter („meinchor.de“ und „kimundi“) bei der Organisation mit im Boot.

Sie freuen sich zudem über die Unterstützung der Stadt Aachen, der NRW-Kulturregion Aachen, des Kulturbereichs der Provinz niederländisch-Limburg und des Kultusministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgien. Das Festival soll in Zukunft alle zwei Jahre stattfinden, immer im Wechsel mit der Chorbiennale.

Neben dem Kloster Garnstock in Belgien (Freitag, 15. Juni, ab 18.30 Uhr) stellen St. Gregorius in Aachen (Samstag 16. Juni, ab 13 Uhr), Auw Kerk-Bunde in den Niederlanden (Samstag, 16. Juni, ab 19.30 Uhr) und der Aachener Krönungssaal (Sonntag, 17. Juni, ab 12 Uhr) die Bühnen für die Konzerte.

Und der junge Dirigent Simen van Meensel ist ein Beweis dafür, wie Euregio heute funktioniert. „Meine Euregio ist sogar noch ein bisschen größer“, sagt er und erklärt: „Ich studiere in Gent, gehe oft in Maastricht einkaufen und besuche auch Aachen sehr gern.“ Und gerade auch beim „Young Euregional Music Festival“ sollen Grenzen keine Rolle spielen.