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Semesterticket für Studierende: Preiserhöhung erst ab Frühjahr 2022

Semesterticket für Studierende : Preiserhöhung erst ab Frühjahr 2022

Noch bis zum Beginn des Sommersemesters 2022 können Studierende der Aachener Hochschulen das Semesterticket für Busse und Bahnen in ganz NRW und im niederländischen Limburg zum gleichen Preis in Anspruch nehmen wie bislang.

Erst zum 1. April 2022 erhöht sich der Tarif von aktuell 194,99 Euro um 3,65 Prozent, ab 1. April 2023 um weitere 3,5 Prozent, wie der RWTH-AStA am Dienstag mitteilte.

„Bedingt durch die Corona-Krise haben etwa 40 Prozent der Studierenden bundesweit ihre Jobs verloren und damit teilweise, oder sogar komplett, ihre finanzielle Grundlage“, erklärte AStA-Vorsitzende Lena Schrader. In den Verhandlungen der Studierendenvertretungen der Aachener Hochschulen mit dem AVV, der Aseag sowie dem Zweckverband Nahverkehr Rheinland habe man daher mit Blick auf die Vielzahl pandemiebedingter Härtefälle einen Verzicht auf eine Beitragserhöhung erzielen können. Weiterhin bestehe auch die Möglichkeit, aufgrund eines besonderen sozialen Härtefalls den Beitrag rückerstattet zu bekommen.

Zudem sei vonseiten der Verkehrsbetriebe zugesichert worden, die Angebote für Studierende auszuweiten. So sei eine Verstärkung der ÖPNV-Linien auf den Strecken zwischen dem Aachener Hauptbahnhof und dem Campus Melaten in Aussicht gestellt worden. Ferner soll in Stoßzeiten eine bessere Anbindung von Vorlesungsgebäuden erfolgen, dies gelte auch für den Campus in Jülich.

„Diese Leistungserweiterungen werden wir in semesterbegleitenden Gesprächen gemeinsam weiterverfolgen“, versicherte auch Marco Trawinsky, Vorsitzender des FH-AStA. „Wir wollen für die Studierenden die Hochschulgebäude so direkt wie möglich erreichbar machen, sobald die Situation es wieder zulässt.“

Auch der Vertrag mit dem Limburger Verkehrsunternehmen Arriva sei um ein weiteres Jahr zum gleichen Preis verlängert worden. Er erweitert die Gültigkeit des Semestertickets über die niederländische Grenze hinaus auf bestimmten Strecken in die Provinz Limburg.

„Wir sind stolz auf die Konditionen, die wir für uns Studierende erreichen konnten“, bilanzierte Trawinsky. Perspektivisch werde es für Studierende aller Hochschulen wichtiger denn je, die Angebote flexibler nutzen zu können. „Gerade in der aktuellen Lage ist Zusammenhalt entscheidend. Wir sind sehr froh über die gute Zusammenarbeit der ASten untereinander und mit den Verkehrsbetrieben.“

(red)