Aachen: Pralles Jubiläumsprogramm bis Samstag in der Klangbrücke

Aachen: Pralles Jubiläumsprogramm bis Samstag in der Klangbrücke

25 Jahre Gesellschaft für zeitgenössische Musik, zehn Jahre Neues Musik Ensemble Aachen — für die Freunde moderner Klangkunst macht der Feiertag seinem Namen in jedem Fall Ehre. Mit einem künstlerischen Paukenschlag eröffnet die GZM ihr „In Front“-Festival in der Klangbrücke des Alten Kurhauses. Caroline Thon und ihr Thoneline Orchester gelten mit ihrem technisch brillanten, unverwechselbaren Big-Band-Sound als ganz große Entdeckung.

In ihrer Musik fließen neuer Jazz und Rhythm‘n Blues zu einem mitreißenden Strom zusammen, der mit „Mainstream“ nichts zu tun hat. Die Formation gibt sich Donnerstag um 20 Uhr zur Eröffnung des Festivals die Ehre auf der Bühne an der Komphausbadstraße.

Rasante Klangkunst zum doppelten Jubiläum: Das Neue Musik Ensemble Aachen, alias Catharina Marquet, Olaf Futyma, Regina Pastuszyk, Aya Muraki, Tom Morrison, Mateusz Kwiatkowski, Manou Liebert und Theodor Pauß, präsentiert morgen in der Klangbrücke neue Werke unter anderem von Theodor Pauß, Sidney Corbett, Luciano Berio und Tristan Murail.

„Between“ heißt das Motto des experimentellen und innovativen Klangkonzeptes, mit dem das Neue Musik Ensemble Aachen (NMEAC) die Bühne am morgigen Freitag, 20 Uhr, entert. Auf dem stilistisch bunten Jubiläumsprogramm stehen unter anderem die Uraufführung eines neuen Werkes aus der feder des NMEAC-Pianisten Theodor Pauß neben Kompositionen von Sidney Corbett und einem der wichtigsten Pioniere der Spektralen Musik, Tristan Murail. Anschließend bündeln Kollegen der GZM und des Ensembles ihre kreativen Kräfte: In der „Big Family“ bringen sie zwei groß besetzte Werke der US-Komponisten Tery Riley und James Tenney zu Gehör.

Improvisierte Musik aus Norwegen präsentieren Eivind Lønning (Trompete) und Espen Reinertsen (Tenorsaxofon), alias Streifenjunko, am Samstag ab 20 Uhr. Das Duo entlockt seinen Instrumenten die unglaublichsten Klänge und stellt in der internationalen Szene längst eine feste Größe dar.

Last not least stellt das Werner Hüsgen Quartett (Werner Hüsgen, Sax, Lucas Leidinger, Piano, Johannes Vos, Bass, Simon Busch, Schlagzeug) seine neue CD vor. Die Aachener Musiker spielen brandaktuellen akustischen Jazz aus eigener Feder. In ihren Kompositionen, inspiriert sowohl von europäischer Musik des 20. Jahrhunderts als auch von den aktuellen Strömungen des Jazz, verstehen es die Vier, in fesselnden Dialogen ohne Klischees zu kommunizieren. Eloquent, vital und poetisch durchstreifen sie die Musikwelten und finden dabei immer wieder neue, unentdeckte Schätze.

Kartenreservierungen sind möglich unter www.gzmklangbruecke.de. Tickets gibt es auch an der Abendkasse.

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