Aachen: Prager Ring: Kleines Loch sorgt für großes Chaos

Aachen: Prager Ring: Kleines Loch sorgt für großes Chaos

Das Loch in der Fahrbahn misst keine zwei Quadratmeter. In der Mitte ragt ein rostiges Metallrohr hervor. Doch dass eine kleine Ursache nicht selten große Wirkung entfaltet, beweist sich auch in diesem Fall.

Wegen dieses kleinen Lochs ist nämlich seit Mittwoch der Prager Ring in Richtung Jülicher Straße kurz hinter der Kreuzung Krefelder Straße nur noch einspurig. Es kam, wie es kommen musste: Insbesondere auf der großen und ohnehin bisweilen überlasteten Kreuzung kam es umgehend zum Verkehrschaos. Besonders zur morgendlichen und nachmittäglichen Berufsverkehrszeit war die Kreuzung völlig verstopft.

Kleine Ursache, große Wirkung: Auf dem Prager Ring wird ein Hydrant abgebaut, eine Spur ist gesperrt. Das sorgte insbesondere auf der Kreuzung Krefelder Straße für Verstopfung. Auch, weil die Sache mit dem „Reißverschluss“ nicht klappte (kleines Bild). Foto: Stephan Mohne

AZ-Leser berichteten, dass es insbesondere für Fußgänger und Fahrradfahrer zu brenzligen Situationen kam. Manch einer traute sich fast nicht mehr, die Straße zu überqueren. Denn die Kreuzung wurde wieder und wieder „zugefahren“, das Reißverschlusssystem vor der Baustelle wollte auch nicht funktionieren, weil gleich nach der Kreuzung auf die noch freie Spur eingefädelt wurde.

Wasserrohrbruch mit Folgen: Die Jülicher Straße ist stadtauswärts noch zwei Wochen auf eine Spur verengt, die Hein-Janssen-Straße (kleines Bild) ist sogar bis Mitte März komplett gesperrt. Foto: Michael Jaspers

Und dieses Bild wird noch ein paar Tage so bleiben. Zunächst war es gar nicht so leicht herauszufinden, von wem die Baustelle überhaupt veranlasst wurde. Im Baustelleninformationssystem der Stadt, in dem auch alle Projekte anderer Behörden und Firmen einfließen sollen, stand sie jedenfalls zunächst nicht. Stadt und Stawag machten den Landesbetrieb Straßenbau als Bauherrn aus, doch da wusste man von nichts. Letztlich ist es dann doch eine Stawag-Baustelle. „Dort wird ein Feuerwehrhydrant zurückgebaut“, erklärte Stawag-Sprecherin Angeli Bhattacharyya.

Das scheint nicht so flott zu gehen, wie man meinen könnte. Denn die Baustelle soll es bis Mitte nächster Woche noch geben. Wer kann, sollte sich also einen Umweg suchen. Wobei diese Kleinbaustelle einen Vorgeschmack auf das gibt, was die Autofahrer auf dem Prager Ring ab Mai erwartet. Dann nämlich startet — wenn auch an anderer Stelle — eine große Kanalsanierung durch die Stawag.

Noch länger als am Prager Ring bleibt die Baustelle an der Ecke Jülicher Straße/Hein-Janssen-Straße. Dort hatte es einen Wasserrohrbruch gegeben, die Jülicher Straße ist seither dort stadtauswärts einspurig. Das wird laut Stawag noch rund zwei Wochen so sein. Dann kann zumindest diese Spur wieder freigegeben werden. Die Hein-Janssen-Straße muss jedoch noch ungefähr bis Mitte März zwischen Jülicher Straße und Reimannstraße komplett gesperrt bleiben. Wieder mehr Platz soll es spätestens heute wieder auf der Peterstraße geben. Dort war wegen der Verlegung einer Anschlussleitung die Fahrbahn stark verengt. Heute soll die Baustelle abgebaut sein.

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