Aachen: Pothole-Rodeo: Aachener mit Schrottauto auf wildem Ritt durch den Balkan

Aachen : Pothole-Rodeo: Aachener mit Schrottauto auf wildem Ritt durch den Balkan

Beim „Groom-Racing“-Team (auf Deutsch: Bräutigam-Rennen) steigt die Anspannung. Denn in wenigen Wochen gehen die Teammitglieder Tom und sein Sohn Tim Bräutigam erstmals beim „Pothole Rodeo“, welches vom 7. bis 14. Juli stattfindet, an den Start. In elf Ländern und über knapp 4000 Kilometer machen sich die Teilnehmer auf die Suche nach den letzten Schlaglöchern (Potholes) Europas. Und das nicht etwa in einem dafür geeigneten Geländewagen. Das wäre ja viel zu einfach.

Mit dem „Junk Car“ auf Reisen

„Die Bedingung ist, dass man mit einem ‚Junk Car‘ an den Start geht, das 20 Jahre oder älter ist und das nicht mehr als 500 Euro in der Anschaffung kostet“, erzählt Tom Bräutigam. Als Mercedesfans entschied sich das Gespann schnell für einen alten Mercedes S-Klasse von 1991, der das Budget nicht überstieg. Allerdings investierten sie im Anschluss bestimmt nochmal 2000 Euro in das Auto für diverse Teile. „Das ist auch erlaubt. Es geht bei den 500 Euro lediglich um die Anschaffung. Aber das Auto muss schon fit sein für die lange Strecke. Deshalb freuen wir uns auch über einige Sponsoren, die uns zur Seite stehen“, so Bräutigam ferner. Das Pothole Rodeo ist eine Low Budget Rallye, bei der Spaß und Abenteuer im Vordergrund stehen. Es geht nicht um Geschwindigkeit und das Einheimsen toller Siegerprämien, sondern einzig und allein ums gemeinsame Durchkommen in einem restaurierten Schrottauto.

Die Spielwiese beim Pothole Rodeo ist der wohl abenteuerlichste Teil Europas, der Balkan. Los geht es in Graz, von wo aus die Tour über Südosten nach Serbien führt. Anschließend durchqueren die Teams Rumänien und fahren über Moldawien bis an die Schwarzmeerküste in Bulgarien. Auf dem Weg nach Kroatien geht es über den Zentralbalkan mit Mazedonien, Albanien und Montenegro, wo sie Straßen aller Art erwarten und herausfordern werden. Es gilt, die unterschiedlichsten Streckentypen erfolgreich zu bewältigen. Von schön ausgebauten Bundesstraßen über weniger schöne Landstraßen bis hin zu Schotterpisten mit Unmengen an Schlaglöchern wird alles dabei sein, was die Rallye zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.

„Auf den jeweiligen Streckenabschnitten müssen wir immer kleine Aufgaben meistern, die allerdings mit einem Augenzwinkern zu betrachten sind“, so Tom Bräutigam. Vater und Sohn wechseln sich am Steuer ab. Die Nächte verbringen sie entweder in einem Hotel oder im Zelt — je nachdem, wie weit sie kommen. „Wir freuen uns wirklich auf die Strecke, das ist wie Urlaub. Unsere Familie und Freunde waren ebenfalls begeistert. Wir halten sie während unserer Tour via Facebook und Instagram auf dem Laufenden“, erzählt Tim Bräutigam.

Ihre Vorliebe für derartige Rallyes ist übrigens nicht beruflicher Natur. Tom Bräutigam arbeitet als Musikproduzent und sein Sohn ist Physiotherapeut. Das Schrauben an Autos, die Vorliebe für Oldtimer sowie der Ehrgeiz, Teil der Rallye zu sein, sind gemeinsame Hobbys der Beiden. Am 6. Juli fährt das Team nach Graz und bis dahin werden noch die letzten Vorbereitungen für den großen „Pothole Rodeo“ getroffen.

Übers Internet stets informiert

Im Internet informiert das Team unter https://www.instagram.com/groom_racing/ sowie unter https://www.facebook.com/GroomRacing/ über den aktuellen Stand der Dinge.