Hambacher Forst: Polizist bei Auto-Kontrolle durch Steinewerfer verletzt

Hambacher Forst : Polizist bei Auto-Kontrolle durch Steinewerfer verletzt

Durch einen geworfenen Stein wurde am Freitagnachmittag ein Polizist am „Wiesencamp“ beim Hambacher Forst leicht verletzt. Vermummte bildeten Barrikaden aus Autoreifen und weigerten sich, die Straße zu räumen. Gegen die Personen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Gegen 17 Uhr kontrollierten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte nahe des so genannten "Wiesencamps" einFahrzeug, das mit vier Personen besetzt war. Der 35-jährige Fahrer sowie die beiden 26- und 27-jährigen Beifahrerinnen gaben ihre Personalien an. Eine dritte Beifahrerin verweigerte ihre Identität.

Laut Polizeiangaben erschienen während der Fahrzeugkontrolle aus dem „Wiesencamp" ungefähr 20 bis 30 vermummte Personen, sowie auch aus dem Wald etwa 60 bis 70 Vermummte zum Kontrollort. Sie blockierten die Einsatzfahrzeuge der Polizei während die unbekannte weibliche Person in Begleitung der Polizeibeamten den kontrollierten Pkw verließ, um in ein Polizeifahrzeug zu steigen.

Etwa 80 Personen setzten sich vor die Einsatzfahrzeuge und errichteten zeitgleich eine Barrikade aus Autoreifen und bewarfen diese mit Sand und Steinen. Die Polizei forderte sie mittels Lautsprecher auf, den Weg frei zu machen und drohte den Einsatz von Pfefferspray und Schlagstock an. Daraufhin löste sich eine Gruppe aus der Sitzblockade und eine unbekannte, vermummte Person warf einen Stein in Richtung der Polizeibeamten. Dabei wurde ein Polizist im Gesicht leicht verletzt.

Die unbekannte Person zog sich nach dem Steinbewurf direkt in den Schutz der Gruppe zurück und wechselte die Kleidung, um nicht wieder erkannt zu werden. Um die Abfahrt der Polizeifahrzeuge zu ermöglichen, kam es zum vorher angekündigten Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken.

Die unbekannte Frau wurde unterdessen mit einem Einsatzfahrzeug zum Polizeipräsidium Aachen gebracht, um dort die Identität zu ermitteln. Eine vermummte Person, die das Fahrzeug mit der unbekannten Frau an der Abfahrt hindern wollte, wurde durch Pfefferspray verletzt.

Gegen die Personen werden Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Widerstands, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Nötigung und Sachbeschädigung aufgenommen.

(red/pol)
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