Aachen: Platz für Wohnungen auf dem Bunkerdach

Aachen: Platz für Wohnungen auf dem Bunkerdach

Die nächste Aachener Betonburg dürfte schon bald in privater Hand sein — die Rede ist diesmal allerdings nicht vom Musikbunker im Schatten der Frankenberger Burg an der Goffartstraße, den der gleichnamige Kulturverein bekanntlich bereits seit einigen Jahren erwerben will.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) habe den Zuschlag zum Kauf des Bunkers an der Ecke Hein-Janssen-Straße/Scheibenstraße vor kurzem erteilt, erklärte Spyridou Vassilopoulos, Geschäftsführer der Immobilien-Gesellschaft Axia aus Hannover, am Donnerstag auf Anfrage. Laut Bima ist der Kaufvertrag allerdings noch nicht unterschrieben.

Wandmalerei soll bleiben

Am kommenden Donnerstag stünden zudem weitere Gespräche zur Klärung baurechtlicher Fragen an, sagte Vassilopoulos. Das Unternehmen will auf dem Dach des Gebäudes etwa ein halbes Dutzend hochwertiger Wohnungen errichten, die bereits zum Kauf angeboten werden.

Ob das Kriegsrelikt an sich, erbaut im Jahr 1941, ebenfalls umgebaut wird, ist offen. Der Bunker steht unter Denkmalschutz, was weitere Investitionen erheblich erschweren dürfte. Die aufwendigen Wandmalereien, die der Aachener Künstler Gerd Lebjedzinski vor gut 15 Jahren gemeinsam mit jungen Künstlern aus der benachbarten Hauptschule Aretzstraße gestaltet hat, um an die verheerenden Folgen des Krieges in Aachen zu erinnern, sollen allerdings in jedem Fall erhalten bleiben, betonte Vassilopoulos.

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