Aachen: „Platz für fünf“ sichert Platz eins auf dem Siegerpodest

Aachen: „Platz für fünf“ sichert Platz eins auf dem Siegerpodest

Mit dem „Platz für fünf“ auf den ersten Platz: Laura Leffringhausen heißt die Gewinnerin des „Rosenberger Designpreises“. Die Steinmetzin, die auf Gut Rosenberg, der Akademie für Handwerksdesign der Handwerkskammer Aachen, ihren Abschluss als Handwerksdesignerin gemacht hat, kann sich über ein Preisgeld von 1000 Euro freuen.

Ihre Examensarbeit mit dem Titel „Platz für fünf“ gefiel der Designpreis-Jury am besten. Mit ihrer Examensarbeit habe sie sich der Herausforderung stellen wollen, einen Platz für eine ungerade Zahl an Personen zu schaffen, an dem sich niemand aus der Gruppe ausgeschlossen fühlt, alle miteinander in Blickkontakt sind und jeder mit jedem kommunizieren kann. So entstand schließlich der rund zwei Tonnen schwere, aus einem Stück geschaffene Brunnen „Platz für fünf“.

23 Absolventen verließen Gut Rosenberg jüngst mit dem Abschluss als Meisterdesigner oder als Handwerksdesigner. 22 von ihnen bewarben sich mit ihren Examensarbeiten um den zum dritten Mal vergebenen „Rosenberger Designpreis“. Ausgezeichnet wurden die Gewinner jetzt in der Hauptgeschäftsstelle der Aachener Bank; das Geldinstitut unterstützt die Veranstaltung, indem es die Siegprämien und ihre Räume für die Ausstellung der Examensarbeiten bereitstellt.

Ein echtes Gütesiegel

„Der ‚Rosenberger Designpreis‘ ist sicher ein Gütesiegel, mit dem die Siegerinnen und Sieger werben können. Wer hier erfolgreich abschneidet, hat seine Chancen im Wettbewerb erheblich gesteigert“, sagte Handwerkskammerpräsident Dieter Philipp in seinen Begrüßungsworten zur Siegerehrung.

Als Zweitplatzierte wurde Goldschmiedin und Handwerksdesignerin Julia Böbel mit ihrer Arbeit „Rund um den Hals“ ausgezeichnet. „Es fühlt sich toll an, wenn Menschen meine Arbeit so zu schätzen wissen“, sagte sie. Platz drei ging an Tischlermeister und Meisterdesigner Benjamin Raupp, der sich mit der Arbeit „Tisch und Bank“ beworben hatte. Beide erhielten ein Preisgeld von jeweils 500 Euro. „Aus der Vielzahl von beeindruckenden und teils extravaganten Exponaten drei Arbeiten besonders hervorzuheben, war eine sehr anspruchsvolle Aufgabe für das Jury-Team.

Mit dem „Rosenberger Designpreis“ werden Examensarbeiten ausgezeichnet, die durch Originalität, innovative Gestaltung sowie durch ihren Entwurf und die handwerklich-technische Ausführung überzeugen. Eine Jury bestehend aus Designexperten, Vertretern der Geschäftsführung der Handwerkskammer und der Aachener Bank sowie der Stiftergemeinschaft zur Förderung des Handwerks wählt aus den eingereichten Arbeiten die Preisträger aus.

Mit ihrem „Platz für fünf“ hat Siegerin Laura Leffringhausen einen Brunnen geschaffen, der gleichsam ein Ort der Kommunikation wie auch der Meditation sein kann. Er ist als Treffpunkt sowohl im privaten Bereich als auch im öffentlichen Raum vorstellbar. Bei ihrer Arbeit liegt ein großer Teil der besonderen Qualität im Entwurf und in den vielen Detaillösungen.

Die Zweitplatzierte Julia Böbel schuf mit „Rund um den Hals“ Schmuck mit einer wahrlich ganz besonderen Note: Als Ausgangspunkt für ihre Examensarbeit verwendete sie technische Analysebilder bestimmter Musikstücke. Auf dieser Grundlage fertigte sie speziell für die Anatomie ihrer Trägerin konzipierte Schmuckstücke. Tragbare Musik sozusagen, Schmuck mit einer ganz besonderen Note eben.

Die Ausstellung der Examensarbeiten ist noch bis Mittwoch, 30. Juli, Montag bis Mittwoch von 8.30 bis 16.30 Uhr, Donnerstag von 8.30 bis 17.30 Uhr und Freitag von 8.30 bis 16 Uhr in der Hauptgeschäftsstelle der Aachener Bank, Theaterstraße 5, zu sehen.

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