Aachen: Plattform für den Frauenfußball

Aachen: Plattform für den Frauenfußball

Dass die deutschen Nationalkickerinnen ein gepflegtes (Fuß)Bällchen zu spielen wissen, ist längst bekannt. Der deutsche Nationaladler ist ein Qualitätsmerkmal auf dem Trikot - genauso wie dessen kleiner schwarz-gelbe Bruder bei den Alemannia-Spielerinnen.

Die wollen am kommenden Sonntag in der ersten DFB-Pokalrunde möglichst viele Zuschauer und Zuschauerinnen von ihrer Spielkunst überzeugen, wenn um 13 Uhr (Einlass 12.45 Uhr) die TSG Hoffenheim im neuen Tivoli antritt.

Stephan Grießer von der Frauenfußball-Abteilung und selbst Jugendtrainer erklärt, warum die Partie nicht nur aus sportlicher Perspektive interessant ist.

Wie wichtig ist die Unterstützung für die Aachenerinnen?

Grießer: Enorm wichtig. Für uns ist das Pokalspiel in der Hauptrunde eine große Chance, bekannt zu werden. Hier besteht offensichtlich noch Nachholbedarf. Ich befürchte, dass noch nicht bekannt ist, wie erfolgreich in Aachen Frauenfußball gespielt wird. Insoweit brauchen wir Unterstützung am Sonntag ganz besonders.

Auch um gegen Hoffenheim zu bestehen?

Grießer: Wir sind Außenseiter. Aber es handelt sich bekanntlich um ein Pokalspiel...

Das Spiel findet vor dem Blitzturnier der Männer statt. Hat es schon mal eine ähnliche Plattform gegeben?

Grießer: In dieser Form ganz sicher noch nicht. In einem solchen Stadion im Vorfeld renommierter Männerteams haben wir ganz gewiss noch nicht gespielt, zumal unsere Abteilung ja noch recht jung ist.

Wie groß ist die Frauenabteilung im Jahr vor der Frauen-WM?

Grießer: Im Kinder- und Jugendbereich spielen zur Zeit 80, im Seniorinnenbereich 50 Aktive.

Kann ein DFB-Pokalspiel Mädchen motivieren, selbst das Talent am Ball zu erproben?

Grießer: Wir haben die große Hoffnung, über den Namen Alemannia Aachen Talente zu finden, aber auch Mädchen für den Breitensport zu motivieren. Bei uns sind alle willkommen.

Ist die Partie auch ein Event für die ganze Familie?

Grießer: Eindeutig ja. Wir stellen fest, dass beim Mädchen- und Frauenfußball die Familien viel kompletter involviert sind. In soweit ist das Pokalspiel auch ein idealer Termin, um mit der ganzen Familie guten Fußball zu sehen.

Anlässlich des 110-jährigen Jubiläums der Alemannia wird im Ausstellungsbereich des Alemannia-Shops ein chronologischer Rückblick auf die Vereinsgeschichte präsentiert. Dabei werden beginnend mit der Gründung 1900 Ausstellungsstücke aus allen Epochen gezeigt und ausführlich dokumentiert. Jetzt wurde der zweite Teil der Ausstellungsreihe eröffnet, der die Jahre von 1918 bis 1933 behandelt. Die Ausstellung „Aue Pröll im Neuen Tivoli” ist innerhalb der Öffnungszeiten des Alemannia-Shops im Tivoli (Montag bis Samstag 10 bis 18 Uhr sowie bei allen Heimspielen) für alle Besucher frei zugänglich.