Aachen: Pius-Gymnasiasten: Partnerschaft mit Schule in China

Aachen: Pius-Gymnasiasten: Partnerschaft mit Schule in China

Die Stimmung im Weißen Saal des Rathauses ist ziemlich feierlich. Rund 50 deutsche und chinesische Schüler und ihre Lehrer haben sich versammelt, um die Partnerschaft ihrer Schulen offiziell zu besiegeln.

Unter ihrem Applaus unterzeichnen Dr. Josef Els, Schulleiter des Pius-Gymnasiums und Yu Yi, Schulleiter der Ningbo Foreign Affairs School einen Freundschaftsvertrag. „Wir wollen hiermit unseren festen Willen dokumentieren, den Austausch zwischen unseren Schulen fortzuführen, zu pflegen und zu entwickeln”, erklärt Els.

Für den Aachener steht dieser Vertrag in einem größeren Zusammenhang und ist lediglich ein Baustein der langjährigen Partnerschaft zwischen Aachen und der Millionenstadt Ningbo in China. Gemeinsam mit seinen chinesischen Kollegen will er einen Beitrag nicht nur zur Verständigung, sondern zur Freundschaft zweier Völker und somit zum Frieden in der Welt leisten.

Bereits seit acht Jahren organisieren die beiden Partnerschulen den Austausch zwischen ihren Schülern. Die Unterzeichnung des Freundschaftsvertrags ist der vorläufige Höhepunkt ihrer Verbindung. Gerade ist eine Gruppe chinesischer Schüler für zwei Wochen in der Kaiserstadt, lernt Menschen und Kultur kennen, reist umher und sammelt jede Menge neuer Erfahrungen.

Sponsor St. Gobain ermöglicht zudem eine Städtefahrt. Im Oktober treten dann die Pius-Schüler den Gegenbesuch an. Sie freuen sich auf ihre Gastfamilien, den einmaligen Einblick in den chinesischen Alltag und wollen eintauchen in eine andere Kultur und Mentalität. Und die Völkerverständigung klappt prima: „Sowohl den deutschen als auch den chinesischen Gasteltern sind ihre Austauschkids jedes Mal ans Herz gewachsen”, verrät Els.

Bürgermeisterin Hilde Scheidt und Herbert Prömper, der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Aachen-Ningbo freuen sich über die lebendige und sehr junge Partnerschaft der Menschen beider Städte. „Ich halte es für wichtig, dass junge Leute weit über ihren Tellerrand gucken”, meint Prömper. Darum stehen er und sein Verein den mittlerweile vier chinesisch-deutschen Schulpartnerschaften in Aachen mit Rat und Tat zur Seite.

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