Aachen: Pfarrkarneval im Aufwind: Diakon als Stimmungskanone

Aachen: Pfarrkarneval im Aufwind: Diakon als Stimmungskanone

Bis zur Jahrtausendwende war der Pfarrkarneval im Aachener Osten eine feste Institution. Doch dann lag der Karneval elf Jahre brach. „Seit drei Jahren wollen wir das ändern und den Pfarrkarneval wieder beleben, denn dieser traditionelle Volkskarneval ist einfach sehr wichtig und war immer sehr beliebt“, sagt Richard Okon. Leiter der Offenen Tür (OT) Josefshaus.

Okon ist neben Frank Kress und Jörg Janhsen einer der Organisatoren des neuen Pfarrkarnevals von St. Josef und Fronleichnam.<p class="zwischentitel">„Wir setzten auf lokale Akteure“

„Wir setzen vor allem auf lokale Akteure und wollen die Mitglieder der Gemeinde in das Programm einbinden“, sagt Okon. Den Auftakt machen die „Diamond Dancers“, die ihre Choreographie in der OT einstudiert haben. Aber auch die Auftritte der „Chaos Printen“ und von Marianne Förster, die einen Flamenco-Tanz aufführt, begeistern die rund 80 Besucherinnen und Besucher des Bürgerzentrums.

Einer der Höhepunkte ist allerdings der Auftritt von Diakon Rolf Berard. Auf Öcher Platt singt Berard, der in der Gemeinde St. Josef und Fronleichnam als Diakon fungiert, ein stimmungsvolles Lied. „In dem Lied ging es darüber, wie die Kirche ohne mich nicht funktioniert“, so Berard. Auf Nachfrage, ob damit nur die Gemeinde im Aachener Osten oder die gesamte Kirche gemeint sei, beschwichtigt Berard: „Natürlich nur hier in Aachen-Ost. Ich will ja nicht gleich größenwahnsinnig werden“, sagt er lachend.

Viele junge Besucher

Der amüsante und stimmungsvolle Auftritt von Diakon Rolf Berard steht denen der Gäste aus Horbach und von der KG Löstige Elsässer in nichts nach. So füllt sich der Saal nach und nach. Die Stimmung ist spätestens bei den sechs Frauen der „Chaos Printen“ auf dem Höhepunkt. „Wir sind sehr froh darüber, dass auch viele junge Menschen den Weg ins Bürgerzentrum gefunden haben“, so Richard Okon.

Für Rolf Berard ist es übrigens der erste Auftritt auf einer Karnevals-Bühne. „Aber es bleibt hoffentlich nicht beim letzten Auftritt“, sagt der Diakon grinsend, der sichtlich Gefallen an seiner neuen Rolle gefunden hat. Und er erklärt seine Begeisterung: „Ich finde es toll, dass der Pfarrkarneval hier wieder aufgebaut wird. Da musste ich meinen Beitrag auch leisten.“

Mehr von Aachener Zeitung