Aachen: Per Chip in den Bus: Die Aseag führt das „eTicket“ ein

Aachen: Per Chip in den Bus: Die Aseag führt das „eTicket“ ein

Bei der Aseag und im Aachener Verkehrsverbund AVV wird in den nächsten Monaten das elektronische Ticket auf Chipkarte („eTicket“) eingeführt. Bis zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember erhalten alle Kundinnen und Kunden mit Abonnements und Fahrkarten, die länger als einen Monat gültig sind, ihr Ticket per Post.

Das sind im Einzelnen School&Fun-Tickets, Fun-Tickets, Monats-Abo-Azubi-Tickets, Semester-Tickets, AVV-Job-Tickets, AVV-Abo-Tickets, Aktiv-Abos und Aktiv-Duos-Tickets. Die School&Fun-Tickets werden zurzeit schon ausgeliefert. Im Herbst folgen die Tickets für Abokunden und Studierende sowie die Jobtickets. Insgesamt werden rund 120.000 elektronische Fahrkarten ausgegeben.

Alle tariflichen Regelungen, Geltungsbereiche und Mitnahmemöglichkeiten bleiben unverändert. Auch das Papierticket bleibt für alle Arten von Fahrkarten erhalten, die nicht zu den oben aufgeführten gehören. An Fahrkartenautomaten, Vorverkaufsstellen und im Bus bei den Fahrerinnen und Fahrern der Aseag wird es weiterhin ausschließlich Papierfahrkarten geben.

Die Umstellung der Zeitkarten ist der erste Schritt der Digitalisierung bei Tickets und Vertrieb bei der Aseag und im AVV. In einem zweiten Schritt werden voraussichtlich ab 2019 auch andere Tickets in elektronischer Form verfügbar und in einem Onlineshop zu kaufen sein. Die Digitalisierung ermöglichen effizientere Abläufe und neue Angebote für ihre Kundinnen und Kunden. Kunden der Aseag werden mit ihrem Ticket demnächst von neuen Angeboten profitieren können. Mit der Chipkarte lassen sich dann — als zusätzliche Option — Carsharing und Bikesharing nutzen.

Ab 8. Januar müssen Inhaber des elektronischen Fahrscheins in Aseag-Bussen ihr „eTicket“ an ein Lesegerät im Einstiegsbereich der zweiten Tür halten, um die Gültigkeit zu prüfen. Daher empfiehlt sich für „eTicket“-Inhaber der Einstieg an der zweiten Tür. Kunden, die einen Fahrschein kaufen möchten oder mit Papiertickets unterwegs sind, steigen vorne ein. Rollstuhlfahrer und Fahrgäste mit Kinderwagen nutzen ebenfalls weiterhin die zweite Tür.

Die Aseag hat im Vorfeld getestet, wo das Lesegerät angebracht werden muss, damit auch an stark frequentierten Haltestellen die Fahrgäste zügig einsteigen können. Dabei hat sich die Position an der zweiten Tür als vorteilhaft erwiesen. Um Wartezeiten an den Haltestellen möglichst kurz zu halten, empfiehlt die Aseag zudem auch Kunden ohne „eTicket“, möglichst schon vor Fahrantritt ein Ticket zu kaufen. Tickets erhält man an Fahrscheinautomaten, im Kundencenter in Aachen gegenüber vom Bushof, bei Vorverkaufsstellen und als Handyticket.

Der Schutz der persönlichen Daten ihrer Fahrgäste ist für Aseag und AVV besonders wichtig. Die Kunden werden bei der Ausgabe der Chipkarte umfassend zum Thema Datenschutz informiert. Personenbezogene Bewegungsprofile werden nicht erstellt. Persönliche Daten werden nur zur Erstellung und Abrechnung der Tickets genutzt. Auf dem Chip werden nur Daten gespeichert, die zur Identifizierung eines gültigen Tickets erforderlich sind.

Die Chipkarte registriert außerdem, wann das „eTicket“ an ein Lesegerät gehalten wird und speichert die letzten zehn Zugriffe. Die a gespeicherten Daten dienen dazu, die Gültigkeit des Tickets zu prüfen und Manipulationen auszuschließen. Die Kunden können die gespeicherten Daten im Kundencenter der Aseag einsehen und gespeicherte Zugriffe löschen lassen.