Neues Modehaus in Aachen: Peek & Cloppenburg zieht es ins Ex-Wehmeyer-Haus

Neues Modehaus in Aachen: Peek & Cloppenburg zieht es ins Ex-Wehmeyer-Haus

Zuerst sollte das bekannte Düsseldorfer Modehaus namhafter Ankermieter in der Kaiserplatz-Galerie werden, dann war kurzzeitig auch eine Unterbringung in einer Art Erweiterung des riesigen Shopping-Projekts an der Harscampstraße im Gespräch.

Doch da beide Pläne das Stadium der Fantasie bislang nicht nennenswert hinter sich gelassen haben, scheint sich die Peek & Cloppenburg KG Düsseldorf anderweitig zu orientieren. Allerdings bleibt der Standort Aachen im Fokus: In der oberen Adalbertstraße, nur ein paar Steinwürfe entfernt vom brachliegenden Galerieareal, hat Peek & Cloppenburg Interesse an der leer stehenden ehemaligen Adler-/Wehmeyer-Immobilie bekundet.

Nach AZ-Informationen laufen aktuell Verhandlungen über den Erwerb dieses Gebäudes, die nicht einfach sein dürften, da es mehrere Grundstückseigentümer gibt. Und dem Vernehmen nach ist P & C nicht nur an dem ehemaligen Modehaus, sondern auch an den beiden Immobilien rechts und links daneben interessiert.

Auf diesen Komplex soll sich auch eine Bauvoranfrage beziehen, die das Unternehmen an die Stadtverwaltung gerichtet hat. Baudezernentin Gisela Nacken mag dies nicht kommentieren, dementiert es aber auch nicht: „Ich gebe generell keine Auskünfte zu privaten Bauvorhaben”, sagt sie nur.

Nicht gerade wie ein Dementi klingt auch die Antwort des Modehauses auf eine schriftliche Anfrage der AZ: Man bittet um Verständnis dafür, „dass wir standortbezogene Fragen erst beantworten können, wenn sich eventuelle Pläne konkretisiert haben”, schreibt Isabell Schöne, Projektleiterin Public Relations bei der Peek & Cloppenburg KG Düsseldorf. Weitergehende Fragen der AZ lässt sie unbeantwortet. Plant das Unternehmen an der Adalbert-straße einen Umbau oder einen kompletten Neubau? Wie viel Fläche veranschlagt man für ein Modehaus in Aachen, wie viel Geld soll investiert werden?

In Eschweiler betreibt das Unternehmen schon lange ein rund 2600 Quadratmeter großes Modehaus, erst kürzlich wurde außerdem bekannt, dass man im Oktober auch in Düren eine 2900 Quadratmeter große Filiale eröffnet - übrigens ebenfalls in einer verwaisten Wehmeyer-Immobilie. Branchenkenner gehen davon aus, dass das Engagement in Aachen einige Nummern größer ausfallen soll: Dem Unternehmen sollen 7500 bis 8000 Quadratmeter Verkaufsfläche auf im Idealfall vier Etagen vorschweben.

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