Aachen/Reims: Partnerschaftskomitee Aachen-Reims besucht die französische Stadt

Aachen/Reims : Partnerschaftskomitee Aachen-Reims besucht die französische Stadt

Was für die Aachener die wunderbare Inszenierung „Dom im Licht“ ist, erlebt man in der Partnerstadt Reims beim „Traum von Farben“ (Rêve de Couleurs). Die Ton- und Lichtshow, die die Fassade der Kathedrale von Reims in Szene setzt, findet von Juni bis September nach Einbruch der Nacht statt.

Die Show bedient sich hochauflösender Projektoren und dynamischer Vielfarbanimation. Der Höhepunkt ist erreicht, wenn die Statuen der Fassade mit Lasergenauigkeit in farbiges Licht getaucht sind und so zeigen, wie die Kathedrale wahrscheinlich ursprünglich aussah. Die Kathedrale Notre-Dame wurde von 1163 bis 1345 errichtet und ist ein Juwel der französischen Gotik.

Für die Reisegruppe aus Aachen, die sich mit dem Verein vom Partnerschaftskomitee Aachen-Reims auf den Weg zu den französischen Freunden machte, war die Lichtshow der Höhepunkt eines interessanten Wochenendes. Im Zeichen des 50-jährigen Bestehens der Verbindung zwischen beiden Städten fand ein festliches Abendessen mit dem Reimser Komitee statt.

Der traditionelle Austausch von Printen und Champagner hätte bei dieser Gelegenheit nicht herzlicher sein können. „Begegnung ist die Basis des Miteinanders. Mehr junge Menschen für die Städtepartnerschaft zu begeistern und sie für Begegnungen, Studienaufenthalte und Freizeitaktivitäten zu motivieren ist unser Wunsch“, betonte der Vorsitzende von Aachener Seite, Gregor Schmidt.

Auch der Champagner fehlte nicht

Reims ist die Hauptstadt des Champagners und so fehlte auch nicht der Besuch einer der berühmten Kellereien, die den edlen Tropfen herstellen. Ein besonderer Akzent des Programms lag aber auf der Gestaltung der Grünanlagen und Parks und des Wohnungsbaus in der Partnerstadt. In verschiedenen Führungen erlebten die Aachener, welch großen Wert man in der Partnerstadt auf die Instandhaltung und Verschönerung der „grünen Lunge“ legt.

Die Erneuerung der Promenade mit einer Investition von insgesamt 22 Millionen Euro sei bereits im Gang, wie Anette Sommer vom Aachener Stadtbetrieb vor Ort erklärte. Die 60 sogenannten „Gartenstädte“ bilden einen grünen Ring rund um Reims mit insgesamt 6000 Häusern. In der Cité Jardin du Chemin-Vert mit der Kirche Eglise Saint-Nicaise erlebte die Gruppe eine spannende Führung mit dem Aachener Architekten Markus Ulrich. „In Aachen findet man kleine Beispiele für solche Gartenstädte in Burtscheid in den Heimgärten und im Gillesbachtal“, erklärte Ulrich.

Der Verein Partnerschaftskomitee Aachen-Reims dient dem Zweck, die Beziehungen im kulturellen, schulischen, sportlichen und gesellschaftlichen Bereich zwischen den Städten Aachen und Reims zu vertiefen. „Darunter verstehen wir auch, Anregungen wie solche städtebaulichen Aspekte oder die Wertschätzung der Reimser für ihre Grünflächen mit nach Aachen zu bringen“, betonte Gregor Schmidt.

Wie Aachen ist auch Reims eine Universitätsstadt und bildet mit rund 200.000 Einwohnern einen markanten Punkt nordöstlich von Paris. Wirtschaftszweige sind neben den weltbekannten Champagnerkellereien, die Textil-, Automobil- und Flugzeugindustrie.

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