Aachen: Parkplätze fehlen am neue Wohnquartier Burggrafenstraße

Aachen : Parkplätze fehlen am neue Wohnquartier Burggrafenstraße

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte hatte sich zum Jahresende eine pralle Tagesordnung gegönnt. Der Bürgerantrag von Anwohnern des Pastorplatzes zu dessen Umgestaltung musste vertagt werden, die CDU-Fraktion sieht noch Beratungsbedarf.

Stefan Schäfer stellte den Newcomerservice vor und erklärte, wie und auf welche Arten es Neubürgern erleichtert werden soll, in Aachen Fuß zu fassen. Mit Veranstaltungen, Empfehlungen und ganz praktischen Tipps zu regionalen Besonderheiten hoffen Schäfer und sein Team, so die Menschen leichter in ihr neues Umfeld integrieren zu können.

Die Planung einer Kita an der Stettiner Straße schreitet voran. Die Kosten in Höhe von 2,8 Millionen Euro sind kalkuliert, die Planung ist weitestgehend abgeschlossen und durchläuft im Moment die Verwaltungsebenen. Das Einreichen des Bauantrages ist für Anfang 2018, die Fertigstellung für 2019 geplant.

Des Weiteren wurde der Stand der Quartiersentwicklung im Bereich Burggrafenstraße und Wiesental erläutert. In einem Verfahren, bei dem sowohl Anwohner als auch Fachleute und Grundstücksbesitzer von Beginn an involviert waren, sollen für diesen Bereich neue Wohnformen in Bezug auf Planung, Mobilität und Nachhaltigkeit entwickelt und neue Wege und Lösungen gefunden werden.

Einen großen Problempunkt stellt dabei das Thema Stellplätze dar. Dies soll durch frühzeitige Einbindung von Car-Sharing-Modellen und Radverleihern gelöst werden, so dass die vorerst noch für Pkw-Parkraum zurückgehaltenen Flächen später anderweitig genutzt werden könnten. Auf 9000 Quadratmetern, die je zur Hälfte im Eigentum von Gewoge und Stadt sind, werden 200 Wohnungen für ungefähr 500 Menschen neu entstehen oder saniert werden.

In mehreren Veranstaltungen wurden viele Ideen und Wünsche erarbeitet und berücksichtigt, eine Quartiersmitte wird dabei ebenso ausgewiesen wie Freiflächen und eine Multifunktionsfläche. Stellplätze für Cambio und Velocity und die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sollen Sorge dafür tragen, dass die dort wohnenden Menschen weitgehend auf eigene Pkw verzichten können. Man ist bereit für neue Konzepte, will bei diesem Vorgehen auch für die Zukunft lernen.

Im Bereich Kasernenstraße/Im Mariental soll nach Abschluss der intensiven Neubaumaßnahmen die öffentliche Infrastruktur wiederhergestellt werden. Wegen weiteren Beratungsbedarfs wird eine Entscheidung ins neue Jahr verschoben.

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