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Iris Berben 2022 dran: Orden wider den Tierischen Ernst verschoben

Iris Berben 2022 dran : Orden wider den Tierischen Ernst verschoben

Der Aachener Karnevalsverein verschiebt wegen der Coronavirus-Pandemie die für den 30. Januar 2021 geplante Festsitzung zum Orden wider den Tierischen Ernst.

Der Verein hoffe, seiner designierten Ritterin, der Schauspielerin Iris Berben (70), den Orden am 12. Februar 2022 verleihen zu können, sagte der Präsident des Aachener Karnevalsvereins, Werner Pfeil, am Montag in Aachen. Im Mittelpunkt der Überlegungen stehe die Gesundheit aller Mitwirkenden, der neuen Ordensträgerin und der übrigen Gäste. „Eine frühzeitige klare Entscheidung ist daher für uns alle berechenbarer, als wenn wir dies lange hinauszögern würden“, erklärte Pfeil.

Der AKV-Präsident sagte, auch die Prinzenproklamation werde nicht wie gewohnt stattfinden können. Der bereits bestimmte Prinz Guido Bettenhausen werde in einer kleinen Zeremonie ohne Publikum seine Insignien für die Session 2021 erhalten. Je nach Pandemiesituation könne der Prinz mit einem karnevalistischen Online-Programm oder mit Auftritten bei eventuell möglichen Veranstaltungen unter freiem Himmel unterhalten. Er soll auch in der Session 2022 Karnevalsprinz sein.

Die Regelungen der nordrheinwestfälischen Landesregierung von Ende September 2020, die mit den Vertretern der Städte Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf zum Thema Karneval einvernehmlich getroffen worden waren, sehen vor, dass kleinere karnevalistische Kulturveranstaltungen, die den Vorgaben der Coronavirus-Schutzverordnung sowie den gebilligten Hygienekonzepten entsprechen, stattfinden können. Der Elferrat hat sich aber jetzt generell gegen jegliche Durchführung der Festsitzung im Jahr 2021 entschieden.

Bereits Ende Mai hatte der AKV-Elferrat sämtliche Veranstaltungen für 2020 abgesagt, genauso wie seine Partyevents für die gesamte nächste Session 2021. Bei den Vorstellungen des designierten Prinzen und der Ordensritterin wurden die Entscheidungen darüber, ob und in welcher Form Sitzungen mit Publikum stattfinden können, unter den Vorbehalt der geltenden ordnungsbehördlichen Bestimmungen gestellt. Zudem wollte der AKV-Elferrat die pandemische Gesamtsituation beobachten und sich bis spätestens Ende Oktober Zeit nehmen, um eine Entscheidung hierüber zu treffen.

Diese ist nun gefallen – mit einer für Werner Pfeil vernünftigen Lösung für alle: „Selten wusste ein designierter Prinz im Vorhinein, dass er so lange warten muss, um ein Jahr später dann möglicherweise sein Narrenzepter schwingen zu können. Aber so sind die Zeiten! Wir hoffen alle sehr, dass Guido Bettenhausen als Prinz auch in der übernächsten Session gemeinsam mit seiner Prinzengarde dann im 112. Jahr ihr 111-jähriges Jubiläum nachfeiern können.“

Guido Bettenhausen erklärt dazu: „Wir machen uns bereit für die Session 2022 und bis dahin werden wir das eine oder andere karnevalistische Programm über die sozialen Medien abspielen, um so auch 2021 den Öcher Fastelovvend ein kleines bisschen erlebbar zu machen.“

(dpa)