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Welche Filme Sie dort sehen können: Open-Air-Kino erstmals auf Burg Frankenberg

Welche Filme Sie dort sehen können : Open-Air-Kino erstmals auf Burg Frankenberg

Zehn Abende, zehn Filme, exklusiv für je 200 Gäste: „Kino unter Sternen“ soll die Aachener auf die Burg Frankenberg locken.

Was auf Burg Wilhelmstein schon jahrzehntelang Tradition hat und auf Burg Stolberg ebenfalls die Menschen begeistert, feiert am 22. August Premiere auf der Burg Frankenberg – das Open-Air-Kino. „Wir wollten schon lange ein Freiluftkino im Burghof veranstalten“, erklärt Franz-Peter Beckers vom Team Kunst und Kultur des Vereins der Frankenb(u)erger, der das Bürger- und Kulturzentrum in der Burg Frankenberg betreibt.

Das Open-Air-Kino zu realisieren war jedoch anfänglich nicht so einfach – Filmrechte, Technik, Kosten. Mit dem Apollo-Kino hat der Verein nun aber einen Partner, der sowohl Erfahrung im Freiluftkino als auch das passende Equipment hat. „Wir haben uns aus einer verrückten Idee heraus einander angenähert“, beschreibt Peter Coenen vom Apollo-Kino den Start der Zusammenarbeit. Dass die „verrückte Idee“ im Frankenberger Viertel Anklang finden wird, davon waren alle Beteiligten schnell überzeugt.

Zehn aufeinanderfolgende Abende (22. bis 31. August) versprechen zehn verschiedene Filme. Darunter sind Neuheiten wie „Monsieur Claude und sein großes Fest“, das Musikdrama „A Star is born“ ebenso wie der Stummfilm-Klassiker „Nosferatu – eine Symphonie des Grauens“, der vor genau 100 Jahren erschienen ist und am ersten Abend zum Debüt des Open-Air-Kinos auf Burg Frankenberg gezeigt wird.

Eine drei mal sechs Meter große Leinwand werden Coenen und sein Team an der Fassade im Burghof montieren. Ein leistungsstarker Beamer soll für ein scharfes Bild sorgen, das sich kaum von einer Kino-Projektion unterscheiden wird, meint Coenen. Er und Beckers sind zuversichtlich, dass das Open-Air-Programm viele Besucherinnen und Besucher auf die Burg Frankenberg lockt – sie setzen auf den einen oder anderen ausverkauften Abend. Schließlich finden „nur“ 200 Zuschauerinnen und Zuschauer unter freiem Himmel im fest bestuhlten Burghof Platz.

„Gerne darf auch ein Picknick-Korb mitgebracht werden“, lädt Beckers zu einem geselligen Beisammensein ein. „Das ist das Schöne an unseren Open-Air-Veranstaltungen“, ergänzt Wilhelm Weber, Schatzmeister der Frankenb(u)erger, „auf diese Weise kommen die Leute ins Gespräch.“ Ganz nach dem Motto: Tausche Oliven gegen Käsewürfel oder Frikadelle. Getränke, Eis und kleine Snacks wie Nüsse oder Chips bietet der Verein vor Ort zum Kauf an.

Durch das Open-Air-Kino wollen die Veranstalter „Kunst und Kultur fürs Viertel machen“. „Wir möchten neugierig machen“, sagt Coenen, „und alle Interessierten einladen, die Burg besser kennenzulernen.“ Wenn das Angebot gut angenommen wird, sei eine Fortsetzung in den kommenden Jahren denkbar.

Dafür müssen allerdings die Einnahmen stimmen, denn: Aktuell finanziert der Verein der Frankenb(u)erger die Open-Air-Reihe aus eigenen laufenden Mitteln. „Wir haben noch keine Sponsoren und werden auch nicht von der Stadt gefördert“, bedauert Beckers. In Würselen und Stolberg sind die Stadtentwicklungsgesellschaft beziehungsweise die Gesellschaft für Stadtmarketing bei den Freiluftkino-Veranstaltungen auf Burg Wilhelmstein und Burg Stolberg mit im Boot. Der Kulturbetrieb der Stadt Aachen habe eine Kooperation abgelehnt, erzählt er. Die Rechnung sollte für die Veranstalter trotzdem aufgehen. „Ich persönlich liebe Kino“, gesteht Beckers, „ich freue mich sehr, wenn wir bei schönstem Wetter am 22. August hier im Burghof starten.“

Einlass ab 20 Uhr, die Filme starten um 21 Uhr. Das ganze Programm sowie Karten zum Preis von je 12 Euro gibt es online unter: burgfrankenberg.de/2022/07/open-air-kino oder apollo-aachen.de/open-air-kino-burg-frankenberg