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Lebensraum Aachen: Online-Forum geht in die nächste Runde

Lebensraum Aachen : Online-Forum geht in die nächste Runde

Die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen befasst sich am Mittwochabend wieder mit der Zukunft der Region. Jeder kann dabei mitdiskutieren.

Bei der ersten Zoom-Konferenz haben mehr als 150 Menschen mitgemacht, nun hofft die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen wieder auf zahlreiche Teilnehmer: Das Online-Dialogforum „Region Aachen 2050“ geht am Mittwoch, 24. Juni, um 19.30 Uhr in die zweite Runde, „und wir freuen uns auf bekannte und neue Gesichter“, erklärt Richard Schieferdecker, einer der Ini­tiatoren von „Region Aachen 2050“.

Seit der Auftaktveranstaltung ist die Intention des Netzwerkprojekts noch einmal vertieft worden. Auf der Plattform hätten zwischenzeitlich zwei Veranstaltungen stattgefunden. „Die Initiatoren der Projekte sind auf uns zugekommen, haben ihre Intentionen erläutert und diese dann – unterstützt durch „Region

AACHEN 2050“ – umgesetzt“, so Schieferdecker. Das war einmal die Kunstaktion des Aachener Aktionskünstlers Sebastian Schmidt im Mai. Er hatte unter dem Titel „Vision for Future“ Passanten in der Aachener Innenstadt gebeten, an einem großen Kunstwerk mitzuwirken. Das entstandene Bild war bis Mitte Juni zunächst in der Citykirche ausgestellt und hat aktuell im Schaufenster des ehemaligen Lust for Life in der Komphausbadstraße ein neues Zuhause gefunden.

 Auch die Dialogveranstaltung „Brand spricht“ im Mobilé Brand, die es schon seit mehreren Monaten gibt, nutze jetzt die Plattform „Region Aachen 2050“. Thema der jüngsten Gesprächsrunde waren die gesellschaftlichen Veränderungen aufgrund der Corona Krise. Die Veranstalter suchen nach Möglichkeiten, solche Dialogformate auch über den Stadtteil Brand hinaus zu erweitern und weitere Gruppen der Bevölkerung gezielt einzubeziehen.

Anhand dieser Projekte konkretisieren sich nun die Ziele der Initiatoren von „Region Aachen 2050“: Sie wollen Brücken bauen, Fronten einreißen, gemeinsam gestalten, Kooperation, Transparenz schaffen, Meinungsbildung ermöglichen, gemeinsam abwägen sowie „die Entwicklung vom Gegeneinander über ein vorurteilsfreies und neugieriges Nebeneinander zum Miteinander und Füreinander ermöglichen“.

Das sind auch die tragenden Elemente des 2. Online-Dialogforums: „Wir wollen an diesem zweiten Termin damit beginnen, eine gemeinsame Intention zu formen und die Anforderungen an die Herangehensweise deutlich machen“, erklärt Schieferdecker. Die aktuelle Zeit zeige, dass viele Menschen zunehmend die Notwendigkeit zur grundsätzlichen Veränderung begreifen und den Wunsch und den Mut entwickeln, diese Veränderung auch zu gestalten. „Daran arbeiten wir hart, aber auch mit viel Freude, und wir ahnen, dass wir einen langen Atem benötigen.“

 Wie im ersten Dialogforum wird es auch am Mitwochabend Impulse geben. Clara-Luise Weichelt, Referentin in der Abteilung Politik und Globale Zukunftsfragen bei Misereor, wird dabei sein. Genauso Anita Ni, Vorsitzende der Plattform Aachener Nachhaltigkeit (PAN).

„Wir sind davon überzeugt: Wenn wir alle vorhandenen Kräfte bündeln, können wir gemeinsam unmöglich Erscheinendes gestalten“; sagt Schieferdecker. Wer mitmachen will, sollte sich allerdings vorab anmelden. Das erfolgt wie beim ersten Mal per E-Mail. Die Zugangsdaten zur Videokonferenz folgen dann mit einer separaten Mail.

christoph.meysen@buergerstiftung-aachen.de

(red)