Kommentar zum Alkokolverbot an Aachener Bushaltetstellen: Ohne Kontrollen sind die Paragraphen wirkungslos

Kommentar zum Alkokolverbot an Aachener Bushaltetstellen : Ohne Kontrollen sind die Paragraphen wirkungslos

Die neue Straßenverordnung, die am Mittwoch im Stadtrat verabschiedet werden soll, ist der nette Versuch, die Stadt mithilfe einiger neugefasster Paragraphen ein bisschen sauberer und ordentlicher zu machen. Aber schon das Vorgängermodell zeigt, dass es damit nicht getan ist.

Gäbe es sonst so viel plattgetretene Kaugummi und weggeworfene Kippen auf der Straße? Lägen sonst so viele Hundehaufen herum? Zur Erinnerung: Das ist in Aachen alles verboten! Nutzt aber nichts, solange es niemanden gibt, der die Uneinsichtigen unter uns zur Rechenschaft zieht.

Nun also der nächste Versuch, unangenehme  Menschen zur Räson zu bringen. Die Zahl der Ordnungskräfte, die es nicht schaffen, das Entenfüttern im Park zu verhindern oder Falschparker von Radwegen zu vertreiben, müsste vermutlich verdoppelt und verdreifacht werden, um Saufgelage an Bushaltestellen und Prostitution in Sperrbezirken zu unterbinden.

Am Bushof oder am Kaiserplatz mag das vielleicht gelingen. Fraglich aber, ob dem Rest der Stadt damit geholfen ist. Denn mit Strafen und Restriktionen wurden die dahinterliegenden sozialen Probleme noch nie gelöst, sondern allenfalls verlagert.