Aachen: „Öcher Schängche“ feiert mit „Klöppelezupp“ Premiere

Aachen: „Öcher Schängche“ feiert mit „Klöppelezupp“ Premiere

Für die Karnevalszeit greift die Stockpuppenbühne „Öcher Schängche“ gerne auf eines ihrer „Hau- und Klaustücke“ zurück. Diese zeichnen sich aus durch viele Aktionen der Puppen, die auch die Kinder im Publikum zum Mitmachen anregen wollen.

Die typischen Aachener Puppen wie „das Schängche“ sprechen dabei natürlich auf „Öcher Platt“, die übrigen dagegen benutzen Hochdeutsch. In den Kinderstücken ist der Anteil an „Öcher Platt“ geringer als in den Erwachsenenstücken, damit auch die kleineren Kinder der Handlung gut folgen können. In den Stücken für Kinder etwa ab 5 Jahren beträgt der Anteil an Aachener Mundart maximal 40 Prozent.

Die Mundartpuppen haben einen hohen Wiedererkennungswert, denn ihre Kostüme sind in allen Stücken gleich. Innerhalb eines Kinderstückes fragen die Puppen beim Publikum immer mal wieder nach, ob auch alles verstanden wurde. Gegebenenfalls werden einzelne Mundart-Formulierungen erklärt. Im aktuellen Stück mit dem Titel „Klöppelezupp“ geht es um Satanas, den obersten Teufel, der sich vom Schängchen hintergangen fühlt.

Er sinnt deshalb mit seinen untergebenen Teufeln Krippkratz und Pestelures sowie der Hexe Mobesenn auf Rache. Satanas glaubt, weil er die Wunderflasche mit dem „Wasser des Lebens“ besitzt, ein geeignetes Mittel zu haben. Das Schängchen will diese Flasche haben, um mit ihrem Inhalt die schwer erkrankte Prinzessin zu heilen.

Der künstlerische Leiter des Öcher Schängchens, Otto Trebels, nennt als Grundlage des Stockpuppentheaters zwei Säulen: Zum einen soll das Stabpuppenschaupiel erhalten werden, zum anderen ist die Pflege der Muttersprache Öcher Platt wichtig, die er als eine Form der Denkungsart der Aachener bezeichnet. Denn im Hochdeutschen sei vieles nicht so gut auszudrücken wie in der Mundart.

Mehr von Aachener Zeitung