Aachen: Nur Österreich bringt Aachen ins WM-Spiel

Aachen: Nur Österreich bringt Aachen ins WM-Spiel

Die Sensation ist perfekt: Österreich spielt doch noch bei der Fußballweltmeisterschaft mit. Zwar nicht in Südafrika, aber in Aachen. Denn die beiden riesigen LED-Wände, die zum Public Viewing auf dem Markt und im Kapuziner Karree stehen, sind aus Wien angerollt - quasi von Kaiserstadt zu Kaiserstadt.

Am Freitagnachmittag, 16 Uhr, beginnt die Übertragung des Eröffnungsspiels auf dem 23 Quadratmeter großen LED-Schirm im alten Posthof, direkt vor dem Automatencasino. „Dann geht es täglich ab 13.30 Uhr weiter - an jedem Tag der WM bis zum 11. Juli das volle Programm”, sagt Veranstalter Stefan Hanrath. Der Eintritt ist kostenlos. Bis zu 1500 Fußballfans dürfen im Karree mitfiebern.

Und dies bei jedem Wetter. „Die LED-Technik gehört zum Besten, was auf dem Markt zu kriegen ist”, erklärt Hanrath. Sogar bei direkter Sonneneinstrahlung leuchtet die 1,2 Tonnen schwere Bildschirmwand, die aus 32 Highend-Panels zusammengesetzt ist, so hell, dass jede Spielszene perfekt zu verfolgen ist. Auch bei strömendem Regen soll die Elektronik halten.

Rund 150.000 Euro kostet so ein gigantischer Fernseher. Den gibt man eigentlich gerade zu WM-Zeiten nicht gerne her. Aber: Weil die Österreicher sich nicht für den Worldcup auf dem schwarzen Kontinent qualifizierten, ist in Herbert Krankls Heimat das Interesse an Public-Viewing-Events derzeit noch geringer als 1978 in Cordoba - was Aachen jetzt wunderbar ins Spiel gebracht hat. Apropos: Hanrath verlost unter den Fans im Internet unter http://www.tipp-dich-zur-wm.de eine 14-tägige Reise nach Südafrika.

Am Sonntag beginnt die Public-Viewing-Serie auf dem Markt. Dort ist die LED-Wand sogar 30 Quadratmeter groß. Übertragen wird immer dann, wenn Deutschland mit von der Partie ist. Und zusätzlich am 24. Juni, wenn RTL mit Günther Jauch und Jürgen Klopp zum Spiel Kamerun gegen Niederlande vor dem Rathaus auf Sendung geht. Los geht´s am 13. Juni um 13.30 Uhr mit dem Spiel Algerien gegen Slowenien, um 16 Uhr läuft Serbien gegen Ghana. Vor dem ersten Spiel der deutschen Elf (20.30 Uhr gegen Australien) kontrolliert Sicherheitspersonal ab 18 Uhr die Zugänge zum Markt. 5000 Fans sind höchstens zugelassen. Glas, Wurfgegenstände, Feuerwerk etc. sind - wie im Kapuziner Karree - tabu.

Ab 19 Uhr können die Marktbesucher Talkrunden lauschen: Gern gesehene Gäste sind dabei Oberbürgermeister Marcel Philipp, Alemannia-Jungstar Manuel Junglas, Präsident Dr. Alfred Nachtsheim. Und Bildtechnik aus Österreich.