Aachen: Noch mehr Mobilität für Radfahrer

Aachen: Noch mehr Mobilität für Radfahrer

Breite beleuchtete Radwege mit Mittelmarkierung, weitgehend autofreie Verbindungen getrennt vom Fußgängerverkehr, kurze Wartezeiten an Lichtsignalanlagen und die Querung von Hauptverkehrsstraßen weitgehend durch Tunnel oder über Brücken - die SPD hat große Pläne für die Fahrradfahrer in der Stadt Aachen und der Städteregion.

Deshalb haben die SPD-Fraktionen im Stadtrat und im Städteregionstag bereits am 19. Dezember gemeinsam einen Antrag zum Aufbau eines Schnellradwegenetzes gestellt.

Damit greifen die Verantwortlichen eine Idee auf, die auch schon im Kreisverband Aachen-Düren e.V. des Verkehrsclubs Deutschland und im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. diskutiert wurde. „Wir wollen die Reisegeschwindigkeit und den Einzugsbereich zu Rad erhöhen”, so Ratsherr Michael Servos, mobilitätspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Stadtrat.

Mögliche Strecken seien Herzogenrath - Kohlscheid - Richterich - Aachen Campus - Aachen Zentrum und Würselen - Haaren - Aachen Zentrum. Besonders im Bereich des Campus, wo viele neue Arbeitsplätze entstünden, sei eine vernünftige Anbindung auch mit dem Rad wichtig, so Servos.

Der Fraktionsvorsitzende in der Städteregion, Josef Stiel, verweist auf unsere niederländischen Nachbarn, die schon lange Rad- und Autowege trennen und damit gut gefahren sind: „Es ist eine ergänzende Möglichkeit, die Verkehrsströme zu entzerren.”

Doch gerade die Schnellwege dürften nicht nur in der Stadt vorhanden sein, sondern die Anbindung an die gesamte Region sei in Aachen mit seiner hohen Zahl an Pendlern besonders wichtig, ergänzt Servos.

Deshalb wollen die Verantwortlichen nicht nur inhaltlich ein Zeichen setzen: „Wenn es bei einem Thema sinnvoll ist zusammenzuarbeiten, dann wollen wir das tun - auch in Zukunft”, versichert Ratsherr Heiner Höfken, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat mit Sitz im Städteregionstag.

Und Stiel fügt hinzu: „Übergreifende Themen sollten nicht an formaler Zuständigkeit scheitern. Unsere Zusammenarbeit zeigt den Bürgern auch: die machen sich ernsthaft Gedanken, was sinnvoll ist.”

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