Aachen: „Night Wiever“ haben den Wettbewerb Alaaf 4.0 des AKV gewonnen

Aachen: „Night Wiever“ haben den Wettbewerb Alaaf 4.0 des AKV gewonnen

Die Champagnerkorken knallten bei den „Night Wiever“. Die Nachricht, dass die Frauengruppe Sieger im Wettbewerb Alaaf 4.0 des Aachener Karnevalsvereins (AKV) ist, verbreitete sich schnell per Telefonkette.

Angelique Heyenrath, Dagmar Spiertz, Nicole Passenheim, Uschi Neunfinger und Ilona Laube waren völlig begeistert und überrascht. „Wir sind ja selten sprachlos, aber diese tolle Nachricht, die wir von David Lulley übermittelt bekamen, hat uns einfach umgehauen“, erzählt Ilona Laube.

Eine innovative Darbietung für den Aachener Karneval, authentische Freude am neuen Auftritt hatte der AKV in Kooperation mit dem Sponsor NetAachen gesucht. Die Frauenpower hat die Jury nachhaltig beeindruckt. „In den karnevalistischen Tänzen haben Mädchen und Frauen schon längst die Übermacht. Bei den Bands dagegen sind die Bühnen bisher noch weitgehend männerdominiert“, erklärt AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil die Begründung.

Vor drei Jahren haben sich die „Night Wiever“ im Richtericher Karneval gefunden und begründet. Mit Ilona Laube ist eine bühnenerfahrene ehemalige Richte- richer Volksprinzessin dabei. „Wir wollen nun gerne so richtig durchstarten, und da hilft uns das Preisgeld sehr“, betont Laube. Die bisherigen Auftritte überzeugten das Publikum und die Vereine und machten den fünf Damen vor allem auch selbst Spaß.

Bekannt sind sie für ihre tollen Bühnenoutfits mit kunterbunten Hosen. „Und vor allem singen sie eigene Lieder“, hebt Pfeil hervor, was ein besonderer Pluspunkt der Sängerinnen ist. „Fünf jecke Frauen, die sich mit eigenen Texten und ganz viel Lebensfreude an die Mikros wagen, sind eine echte gesangliche Bereicherung für den Aachener Karneval“, betonte auch NetAachen-Geschäftsführer und Jury-Mitglied Andreas Schneider. Und nicht zuletzt hatten die Frauen ein äußerst pfiffiges Bewerbungsvideo gedreht.

Eingegangen waren insgesamt 14 Videobeiträge aus der ganzen Region, darunter auch Einsendungen aus Ostbelgien. Am Ende war es eine einstimmige Entscheidung der Jury, die neben Andreas Schneider aus Mitgliedern des AKV-Elferrats sowie AKV-Talentscout Rolf Gerrards bestand.

Neben dem Preisgeld als Anschub für die Weiterentwicklung winkt den Frauen nun auch ein ganz großer Auftritt im Programm der Prinzenproklamation von Mike I. Foellmer am 6. Januar im Eurogress. „Und nicht nur die rund 1200 Zuschauer im Europasaal erlebt den Auftritt. Nach der gelungenen Premiere unserer Übertragung der Proklamation bei Facebook können auch diesmal wieder Karnevalsfans alles per Livestream miterleben. Letztes Mal hatten wir 120.000 Aufrufe bis hin zu Exil-Öchern in Australien“, erzählt David Lulley, der für die technische Umsetzung verantwortlich ist.

Auch auf Youtube soll das Ganze zu sehen sein. „Wir freuen uns riesig über die Chance, auf solch einer großen Bühne aufzutreten. Das hilft uns, bekannter zu werden“, sagt Laube. Der Auftritt ist vor den 4 Amigos und dem Prinzenspiel eingeplant, und vorher nehmen die Frauen auch an den offiziellen Proben teil.

„Wir würden uns freuen, wenn die ,Night Wiever‘ andere Künstler motivieren, sich im nächsten Jahr bei unserem langfristig angelegten Innovationswettbewerb mitzumachen. Wir wollen neue Künstler für den Karneval gewinnen und etablierte Künstler bestärken, nicht stehen zu bleiben“, erklärt Werner Pfeil.

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