Aachen: Nie war Aachens größtes Fußballturnier attraktiver

Aachen: Nie war Aachens größtes Fußballturnier attraktiver

Die Vorfreude ist ihnen ebenso ins Gesicht geschrieben wie die Gelassenheit. Von Nervosität ist bei den Verantwortlichen des FV Vaalserquartier jedenfalls keine Spur. „Es ist alles angerichtet, es kann losgehen“, sagt Alexander Götzenich, 1. Vorsitzender des an der niederländischen Grenze ansässigen Vereins, der am Freitag, 9. August, zur Eröffnung der 28. Fußballstadtmeisterschaft um den Sparkassen-Cup einlädt.

Insgesamt 29 Teams werden ab diesem Tag mehr als eine Woche um den begehrten Pokal des größten Turniers in Aachen spielen, das von unserer Zeitung präsentiert wird und in der Sparkasse ihren Hauptsponsor hat. Dass die Vorfreude seitens des Gastgebers wahrlich zu spüren ist, erscheint mehr als verständlich, denn es spricht vieles dafür, dem Startschuss entgegenzufiebern.

Da ist zum einen die Tatsache, dass die Fußballstadtmeisterschaft selten einen größeren Stellenwert besaß als in diesem Jahr. „Da nur eine Woche nach der Stadtmeisterschaft der Ligabetrieb losgeht, darf das Turnier als letzter Härtetest bezeichnet werden“, sagt Vaalserquartier-Geschäftsführer Franz Drießen. Zum anderen — und das ist wohl die größte Besonderheit — hat es lange kein so starkes Teilnehmerfeld mehr gegeben wie in diesem Sommer: Mit der U23 von Alemannia Aachen wird sich ein Mittelrheinligist an der Alten Vaalser Straße vorstellen, hinzu kommen gleich fünf Landesligisten. „Ich glaube, es hat selten eine interessantere Stadtmeisterschaft gegeben“, sagt René Merkens, verantwortlich für die Pressearbeit bei Landesligist Hertha Walheim. Und gerade weil der aus der Mittelrheinliga abgestiegene Verein in den letzten Jahren den einen oder anderen Zuschauer damit verärgerte, dass man nur mit der Zweitvertretung am Turnier teilnahm, verspricht Merkens: „Wir werden definitiv mit unserer besten Mannschaft antreten. Es gibt dieses Jahr keine Überschneidung mit anderen Turnieren“, so Merkens.

Dass man die beste Elf aufs Feld schicken werde, ist für Andi Avramovic selbstverständlich. Der Trainer des frischgebackenen Landesliga-Aufsteigers Arminia Eilendorf sorgt mit seinem Team seit Jahren dafür, dass die Formkurve stetig nach oben zeigt. „Für uns besitzt die Stadtmeisterschaft eine hohe Bedeutung. Wir wollen eine gute Visitenkarte abgeben“, betont Avramovic, der nichts dagegen hätte, seinem Ortsnachbar von der Halfenstraße den Pokal wegzuschnappen. „Mit dem SV Eilendorf haben wir ja eh noch einige Rechnungen offen“, sagt Avramovic mit einem Augenzwinkern. „Natürlich gilt der SV wieder als Favorit, sie haben die letzten beiden Jahre gewonnen. Aber ich habe auch den FC Inde Hahn auf der Liste. Es wird zwischen vielen Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen“, vermutet der Coach der Arminia.

Den Kreisligisten kann da beim Anblick des starken Teilnehmerfeldes schon mal Angst und Bange werden. Lohnt es sich da überhaupt, um den Titel mitzuspielen? „Selbstverständlich!“, sagt Drießen. „In einem Spiel über 90 Minuten haben wir sicher gegen eine Mannschaft wie Hertha Walheim keine Chance. Aber über 30 Minuten ist alles drin“, so der Geschäftsführer. Auf dem Platz will man in den Reihen des FV Vaalserquartier nicht unbedingt in die Rolle des guten Gastgebers schlüpfen, anders hingegen neben dem Rasen: „Ob das Wetter mitspielt oder nicht: Wir werden mit all unseren freiwilligen Helfern dafür sorgen, dass wir auch abseits des Platzes ein tolles Turnier auf die Beine stellen“, meint der 2. Vorsitzende Raphael Krauth.

Mit einem bunten Rahmenprogramm will der Verein auch abseits der Spiele dafür sorgen, dass die Aachener Vereine sich noch besser kennenlernen. So laden die Verantwortlichen am Freitag, 16. August, im Anschluss an die Halbfinalspiele zur großen Stadtmeisterschaftsfete. Einen Tag später veranstaltet der Gastgeber ein Kleinfeldturnier. Es kann also losgehen.

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