Aachen: Neues Programm von „Kunst x Kunst/Kunst2”

Aachen: Neues Programm von „Kunst x Kunst/Kunst2”

Karl-Heinz Jeiter wird im Herbst einen Keramik-Kurs anbieten. Fehlinterpretationen möchte er schon jetzt vorbeugen: „Also, wir machen da keine Gartenzwerge.”, versichert Jeiter, es gehe vielmehr um „künstlerische Keramik.”

Marie-Claire Krell unterstreicht diesen Anspruch. Die Künstlerin wird den Keramik-Kurs leiten. Der ist Bestandteil des Künstlerprogramms, für das Jeiter verantwortlich zeichnet, und das wiederum ist eingebettet in das kulturpädagogische Programm „Kunst x Kunst/Kunst2”.

Seit 1991 wird es vom Ludwig Forum angeboten und allein im letzten Jahr wurden rund 14000 Teilnehmer gezählt. Eine Erfolgsgeschichte also, die es mit der kommenden Auflage im Herbst und Winter fortzuschreiben gilt.

Auch im wörtlichen Sinne. Denn die kreative Schreibwerkstatt für Erwachsene hat Irmgard Gercke wieder ins Programm genommen. „Die hat sich bei uns in 15 Jahren einfach etabliert”, sagt die Museumpädagogin im Dienste des Ludwig Forums.

Dass es beim kreativen Schreiben um das Medium Video geht, ist kein Zufall. Schließlich wird am 19\. September im Ludwig Forum die Ausstellung „Record Again! - 40 Jahre Videokunst” eröffnet, während zeitgleich der eigenen Video-Fundus präsentiert wird.

Deswegen spricht Museumsdirektorin Dr. Brigitte Franzen auch „von einem starken Programm, das sich analog zu den Ausstellungen entwickelt.” Was auch für die Angebote gilt, die sich an Kinder und Jugendliche richten.

In den Herbstferien sollen sie bei „Stop Trick!” deswegen eigene Kurzfilme drehen. Beim Theaterprojekt „Stärken zeigen!” wird es dagegen nicht zuletzt darum gehen, die Brücke zur Ausstellung von Fotografin Alice Smeets zu schlagen. Ihre Aufnahmen rücken ab dem 6\. September das Thema Kinderrechte in den Fokus.

Mehr Aufmerksamkeit wollen die Verantwortlichen auch auf Sonja Benzner lenken. Denn die werkelt bislang im Stillen, was auch darauf zurückzuführen sein dürfte, dass ihr Arbeitsplatz eine Bibliothek ist. Aber immerhin die größte für zeitgenössische Kunst in der ganzen Euregio, wie Benzner sagt.

Karl-Heinz Jeiter möchte mit Workshops für Malerei, Radierung und Keramik ein möglichst großes Spektrum abdecken. Dabei richtet sich das Angebot nicht nur an ambitionierte Teilnehmer. Erwünscht seien auch solche, die „noch nie Pinsel oder Stift in der Hand hatten”, sagt Jeiter. Nur wer Gartenzwerge machen will, ist bei ihm an der falschen Adresse.

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