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Initiative „Ladenliebe“: Neues Leben in leeren Läden

Initiative „Ladenliebe“ : Neues Leben in leeren Läden

Mit der Initiative „Ladenliebe“ geht die Stadt gegen den Leerstand vor. Jetzt werden die ersten zehn Geschäfte eröffnet.

Durch die Initiative „Ladenliebe“ der Stadt Aachen füllen sich die ersten zehn Leerstände in der City mit neuem Leben. Die Konzepte reichen von einer Schreinerei und einem Tattoostudio am Markt über zwei Modegeschäfte an der Großkölnstraße bis hin zu einem Hilfsangebot für Migranten zur Berufsqualifizierung an der Alexanderstraße. Geplant ist unter anderem auch ein Spieletreff und Games-Store an der Wirichsbongardstraße, ein Fashion-Conceptstore sowie ein noch geheimes Atelierkonzept eines Aachener Künstlers – beides in der Hartmannstraße am Elisengarten.

Ermöglicht wird die „Ladenliebe“ durch das nordrhein-westfälische Förderprogramm „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte“, auf das sich das Citymanagement der Stadt Aachen vor einigen Monaten erfolgreich beworben hat.

Die zehn Lokale, die sich nun zeitnah mit Leben füllen werden, können durch das Fördergeld des Sofortprogramms zu einem vergünstigten Mietpreis angeboten werden. Die neuen Nutzerinnen und Nutzer zahlen bis zu 24 Monate nur 20 Prozent zuzüglich Nebenkosten. Auf der anderen Seite müssen auch die Eigentümer die zuletzt gezahlte Miete auf 70 Prozent und weniger reduzieren, bevor eine Anmietung über das Programm stattfinden kann.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen freut sich über diese ersten erfolgreichen Vermittlungen: „Ich wünsche den neuen Ladenbetreiberinnen und Ladenbetreibern ganz viel Erfolg und bin sicher, dass sie die Innenstadt zusätzlich bereichern und attraktiver machen.“ Die Initiative sei ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Innenstadt.

Für Eduard Anselm, Gründer der Aachener „Aixakt“-Schreinerei am Markt, kam die Initiative „Ladenliebe“ genau richtig. Ihm gibt das Programm die Möglichkeit, den Traum eines eigenen Ladens mit den Namen „Aixakt Interieur“ in prominenter Lage zu verwirklichen und handgefertigte „Möbel made in Aachen“ anzubieten. Weitere Designer, Künstler und Handwerker aus der Region sollen einen Platz in seinem Laden finden und das Angebot ergänzen: „Ich bin sehr gespannt, wie unser Laden angenommen wird und freue mich darauf mit meinem Team, Kreativität und Aachener Handarbeit die Innenstadt zu bereichern.“

Die Citymanager Daniela Karow-Kluge und Kai Hennes haben mit Kollegen der Wirtschaftsförderung den Aufbau der „Ladenliebe“ samt der ersten Ladenvermittlungen betreut. Einen wichtigen Schlüssel sieht Hennes nun bei den Eigentümern: „Zu diesem ersten Erfolg brauchte es ein Mitwirken der Eigentümer. Dabei haben uns mehr Konzepte von Menschen erreicht, die heute etwas starten wollen, als uns aktuell Räume zur Verfügung stehen. Insofern freuen wir uns, wenn sich weitere Eigentümer melden, die diese einmalige Chance zur Belebung der Innenstadt mit uns vorantreiben möchten.“

Dieter Begaß, Leiter des städtischen Fachbereichs Wirtschaftsförderung, sieht in dem Programm eine wichtige Hilfe für den Innenstadthandel: „Es ist ein wichtiger Baustein zur Reaktivierung des Herzstücks unserer Stadt insbesondere vor dem Hintergrund der pandemiebedingten Herausforderungen für den Handel und die Gastronomie.“ Die Stadt hoffe, die Situation der Händler und Gastronomen in schwierigen Zeiten schnell verbessern zu können.

(red)