Aachen: Neues Leben im Schinkel-Bau

Aachen: Neues Leben im Schinkel-Bau

Zu welchem Getränk Elisabeth Ludovika von Bayern am liebsten gegriffen hat, ist nicht überliefert. In jenem Bau, der nach ihr benannt ist, gibt es jetzt jedenfalls vor allem eines: Kaffee.

Vor wenigen Tagen nämlich ist neues Leben in den Pavillon des Elisenbrunnens eingekehrt.

Das australische Unternehmen „Gloria Jean´s Coffees” hat in dem denkmalgeschützten Bau, der 1827 nach Plänen des Architekten Karl Friedrich Schinkel gebaut wurde, eine Filiale eingerichtet und damit den Reigen der Neuerungen in und um den Elisenbrunnen eröffnet. Die Marke betreibt derzeit 800 „Stores” und 300 „Shops” in 30 Ländern rund um den Erdball. Aachen ist in Deutschland nach Bochum und Unna erst die dritte Filiale.

Zustande gekommen ist der Einzug in den Pavillon durch persönliche Verbindungen der Jülicher Zimmermann-Gruppe zu den Bochumer Lizenzinhabern. Die Zimmermann-Gruppe baut derzeit auch das Elisenbrunnen-Restaurant um, das im März mit einer „Rund-um-die-Uhr-Gastronomie” wiedereröffnet werden soll, wie Michael Kreutz, Sprecher der Gruppe erzählt. Gastronomisch wolle man dort „eine Bombe” präsentieren, Details will er aber noch nicht nennen. In Sachen Pavillon habe man sich aber entschieden, dort die Gastronomie nicht selbst zu betreiben, sondern sie einer anderen Nutzung zuzuführen. Was nun geschehen ist.

Behutsam vorgegangen

Dabei ist von außen zunächst kaum erkennbar, dass in dem Bau ein Café logiert. Was auch seinen Grund hat: besagten Denkmalschutz. „Wir sind äußerst behutsam vorgegangen”, sagt Kreutz. Nur eine kleine Leuchtreklame ist über dem Eingang angebracht. Die Denkmalschutzauflagen hätten auch beim Umbau eine große Rolle gespielt. Alleine in die Fenster- und Türanlagen sei eine sechsstellige Summe investiert worden. Insgesamt, so Kreutz, fließen in den gesamten Elisenbrunnen-Umbau Summen im Millionenbereich.

Die Eröffnung des Restaurants ist indes auch noch abhängig von den Arbeiten rundherum - der Zuwegung etwa. Noch sind im Elisengarten, der städtischerseits ebenfalls mit hohem Millionenaufwand umgestaltet wird, die Archäologen zugange und graben Aachens Geschichte aus.

Mit der neuen Nutzung des Pavillons habe man jedenfalls eine „sehr gute Ergänzung” zu dem gefunden, was dereinst im Restaurant passieren wird, sagt Kreutz, der in einem Atemzug die Kooperation mit dem Vermieter - dem städtischen Gebäudemanagement - lobt.

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