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Eilendorf: Neuer Snoezel-Raum in der Kleebachschule

Eilendorf : Neuer Snoezel-Raum in der Kleebachschule

Es herrscht angenehmes Halbdunkel, verschiedene Lichtinstallationen malen bunte Flecken an Wände und Decke, aus den Lautsprechern ertönt meditative Musik.

Der neu ausgestattete Snoezel-Raum in der Kleebachschule ist der ganze Stolz von Schulleiter Helmut Heinzen und dem Kollegium der Förderschule mit Schwerpunkt geistige Entwicklung.

Das Wort „Snoezel” setzt sich zusammen aus den niederländischen Begriffen „snuffelen” und „doezelen”, die schnuppern und schlummern bedeuten. „Dieser Raum ist für die Kinder eine Insel der Ruhe und Erholung, wo sie Kraft tanken können für den anstrengenden Schulalltag”, erklärt Lehrerin Barbara Eufinger-Dahlhaus, die sich für die längst überfällige Renovierung des alten Raumes eingesetzt hatte.

Kinder, die von der Reizüberflutung der Klassengemeinschaft überfordert sind, können in dem Snoezel-Raum einmal abschalten und neue Energie tanken. Unter pädagogischer Anleitung wird den Kindern dort eine zielgerichtete Therapie geboten. Auf zwei Ebenen ist der neue Raum mit weichen Bodenmatten ausgestattet, auf denen die Kinder bequem sitzen und liegen können.

Eine Wassersäule mit verschieden farbiger Beleuchtung, eine Art Wasserfall aus Lichtbändern und ein großes Wasserbett, auf dem die Töne der Musik als Vibration fühlbar werden, bieten verschiedene Angebote zur Therapie durch gezielte Sinnesreize.

Da eine solche Ausrüstung nicht vom Schuletat finanziert werden konnte, war die Kleebachschule bei der Renovierung und Ausstattung ihres Snoezel-Raums auf Sponsoren und Helfer angewiesen. Finanzielle Unterstützung fand die Schule bei dem Telekommunikationsunternehmen NetAachen und der Behindertenhilfe Aachen. Außerdem hatten viele Kollegen bei der Renovierung mit angepackt und in den Ferien den Pinsel geschwungen.