Laurensberg: Neuer Bürgerraum sorgt schon für Diskussionen

Laurensberg: Neuer Bürgerraum sorgt schon für Diskussionen

Nach der „Niederlegung” (Amtsdeutsch für Abriss) des Sandhäuschens steht nun der geplante Neubau des Familienzentrums in der Kritik.

Die Bezirksvertretung vermisste im „Werdegang”, skizziert von Michael Ferber (Gebäudemanagement), den 2008 zugesagten Raum für Bürgerversammlungen. Der soll, so der Wille der Verwaltung, auf privater Basis realisiert und finanziert werden, da eine Erhöhung des Finanzrahmens von insgesamt 1,6 Millionen Euro nicht vorgesehen ist.

Knackpunkt ist und bleibt der Bürgersaal, der im Foyer des Neubaus von den Grünen nicht begrüßt wird. Karin Schmitt-Promny denkt an schöne Räume im Obergeschoss, sie empfahl Ferber, das Raumkonzept noch einmal zu überdenken. Der Entwurf biete die Voraussetzung, etwas Gutes zu schaffen.

Die SPD signalisierte durch Hans Günter Sittardt, dass sie dem Verwaltungsvorschlag nicht zustimmen werde. „Laurensberg braucht diesen Versammlungsraum, die Vereine warten darauf”, so der Fraktionssprecher. Nach den Planungsvorstellungen der Verwaltung ziele alles darauf, dass auf Jahre hinaus kein Bürgersaal kommen werde.

Die CDU winkte auch in Sachen Investor dankend ab. Sie plädierte für ein interfraktionelles Gespräch, um Anregungen und Ideen zu sammeln und diese der Verwaltung als Hausaufgaben mit auf den Weg zu geben. Ein Mehrzweckraum im oberen Geschoss sei schon ein Problem. Man habe noch Zeit und solle versuchen, die beste Lösung herauszuholen.

Laut Ferber erfüllt die Planung nicht die Vorgaben für 1,6 Millionen Euro. Im Erdgeschoss sei der Raum für den Kindergarten, im Obergeschoss der für die Bürger geplant.

Die Bezirksvertretung beauftragte die Verwaltung, die Räume für das Familienzentrum neu zu überplanen und die Kosten zu ermitteln. Die Entscheidung fällt im September.

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