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RWTH Aachen: Neuer AStA will Rückkehr in die analoge Hochschulwelt fördern

RWTH Aachen : Neuer AStA will Rückkehr in die analoge Hochschulwelt fördern

Der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA) hat eine neue Vorsitzende gewählt. Eine große Herausforderung für sie und ihr Team wird sein, die Rückkehr von rein digitaler in die Präsenzlehre mitzugestalten.

Orpha Fiedler ist die neue Vorsitzende des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses an der RWTH Aachen. Sie und ihr Team wurden auf der 3. außerordentlichen Sitzung des 69. Studierendenparlaments gewählt. Stellvertreter der Studentin für Angewandte Geographie ist Lukas Schnelle (Mathematik), der auch Referent für Lehre und Hochschulkommunikation ist.

Das Referat für Soziales leitet Ole Lee (Gesellschaftswissenschaften). Michael Dappen (Physik) wird das Referat für Öffentlichkeitsarbeit und politische Bildung besetzen. Theresa Janning (Umweltingenieurwissenschaften) übernimmt das Referat für Nachhaltigkeit und studentisches Engagement. Das Referat für Finanzen und Organisation wird von Silas Ritz (Werkstoffingenieurwesen) geleitet. Marie-Theres Tschauner (Wirtschaftsingenieurwesen) vervollständigt das Team als Referentin für Kultur.

Nach einer erfolgreichen Erstsemesterwoche will der neue AStA nun im Tagesgeschäft durchstarten. Vor dem Team liege eine Amtszeit, in der es sich vielseitiger Herausforderung zu stellen gilt, so der AStA am Dienstag in einer Pressemeldung. Hierzu zähle, die Rückkehr von rein digitaler in die Präsenzlehre mitzugestalten.

Gleichzeitig sei es das Ziel, die Vorteile der Online-Lehre mitzunehmen und den Präsenzbetrieb durch sie zu ergänzen und zu bereichern. „Bei der Gestaltung dieses Übergangs müssen auch die Studierenden berücksichtigt werden, die noch nicht in Aachen wohnen.

Viele Studierende werden noch pendeln oder nicht kurzfristig anreisen können. Deshalb muss darauf geachtet werden, dass zwischen den Veranstaltungen genug Zeit eingeplant wird und es Räumlichkeiten für Studierende gibt, um an der digitalen Lehre auch vor Ort teilnehmen zu können.“, so Lukas Schnelle, Referent für Lehre und Hochschulkommunikation.

Nicht nur die Lehre, auch Kulturveranstaltungen mussten in den vergangenen Semestern fast ausschließlich digital stattfinden. Umso größer sei die Vorfreunde bei vielen Studierenden, altbekannte Formate wieder aufleben zu lassen.

Kulturreferentin Marie-Theres Tschauner meint dazu: „Ich freue mich darauf, dass in der Zukunft, sobald sich die Pandemielage lockert, wieder mehr Veranstaltungen in Präsenz stattfinden und denke, dass es sehr wichtig ist, Wissen rund um Veranstaltungen mit Fachschaften und Initiativen zu teilen.“

Um die Interessen der Studierenden gegenüber der RWTH zu behaupten und der Öffentlichkeit zu präsentieren, bedürfe es einer starken Meinung,  der AStA verstehe sich bildlich gesprochen als „das Sprachrohr der Studierendenschaft“. Silas Ritz, Finanzreferent sagt, er freue sich auf einen konstruktiven Austausch im AStA, mit den Fachschaften und den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren aus der Hochschule.

Obwohl eine Art Aufbruchstimmung unter den Studierenden wahrzunehmen sei, seien die Pandemie und die aus ihr resultierenden Probleme nicht vorbei. Digitale Müdigkeit, psychische Probleme und finanzielle Notlagen seien belastende Problematiken, die sich durch die Studierendenschaft ziehen und gesehen werden müssen.

Auch das studentische Engagement habe in den letzten Semestern gelitten, konnten viele Treffen doch nur digital stattfinden, der Austausch untereinander war erschwert. Der neue Referent für Öffentlichkeitsarbeit und politische Bildung, Michael Dappen appelliert: „Wir müssen dafür sorgen, dass sich die engagierte Studierendenschaft von der Pandemie erholen kann“.

Dem schließt sich auch Vorsitzende Orpha Fiedler an, indem sie betont, wie sehr der Hochschulalltag durch studentisches Engagement geprägt sei und gerade dieses Chancen für Studierende biete, die in den letzten Semestern wenig Anschluss an der RWTH finden konnten.

(red)