Aachen: Neuen Musicalproduktion im Das Da: Wenn das Altersheim die Bühne rockt

Aachen: Neuen Musicalproduktion im Das Da: Wenn das Altersheim die Bühne rockt

Mit Rollatoren und Gehstöcken bewaffnet und mit fast 20 Songs im Gepäck wird auch im hohen Alter noch kräftig gerockt. Das Musical „Ewig Jung“ von Erik Gedeon spielt im Jahr 2068. Ein altes Theater, das zur Seniorenresidenz umfunktioniert wurde, beheimatet eine kleine Gruppe ehemaliger Schauspieler, die von der überaus eifrigen Schwester Julia, gespielt von Julia Alsheimer, betreut und bespaßt werden.

Doch der eigentliche Spaß für die Alten geht erst so richtig los, wenn Schwester Julia sie aus den Augen lässt. Denn auch wenn die eine oder der andere nicht mehr ganz so fit und aktiv ist, scheint die richtige Musik auch im Alter noch Wunder zu bewirken.

„Von Songs wie ‚I love Rock’n’Roll‘ bis ‚Forever Young‘ sind lauter Ohrwürmer und Evergreens aus den 60ern, 70ern, 80ern und 90ern dabei“, erklärte Tom Hirtz, Leiter des Das Da Theaters und Regisseur der Inszenierung. „Das wird ein bunter, musikalischer Abend voller Spaß und Slapstick.“ Nach dem aktuell-politischen und schwer verdaulichen Stück „Inside IS“ war es dem Theaterchef wichtig, nun ein Kontrastprogramm zu gestalten: „Diesmal werden die Zuschauer wieder fröhlich-beschwingt nach Hause gehen“, versprach er.

Ein detailreiches Bühnenbild mit einer Bühne in der Bühne, aufwendige Maskenbildnerei und „altersentsprechende“ Choreographien runden die Aachener Inszenierung ab.

Für die teils jungen Schauspieler sei es eine große Herausforderung gewesen, gebrechliche und eingeschränkte Menschen zu spielen, erklärte Heike Sievert, Choreographin des Stücks. Daraus habe sich dann aber im Laufe der Zeit eine unglaubliche Spielfreude entwickelt.

„Wir freuen uns alle riesig auf die Premiere“, sagte Hirtz. Am Donnerstag, 15. März, startet das Musical um 20 Uhr im Das Da Theater, Liebigstraße 9. Die ersten drei Aufführungstermine sind neben weiteren bereits restlos ausverkauft. Wegen der großen Nachfrage haben die Veranstalter bis zum 13. Mai Zusatztermine eingerichtet.

„Wir werden einfach so viele Aufführungen spielen, bis alle, die wollen, das Stück gesehen haben“, versicherte Hirtz.